Bauwesen

Qualitätsmanagement im Bauwesen ist mittlerweile ein absolutes „Muss“. Umweltmanagementsysteme nach ISO 14001 und Arbeitssicherheits-und Gesundheitsmanagementsysteme wie OHSAS 18001 und SCC liegen voll im Trend. Nahezu alle mittelständischen Bauunternehmen und vor allem die Unternehmen der Bauindustrie beschäftigen sich nun nach der Einführung eines Qualitätsmanagementsystems mit der Weiterentwicklung in Richtung Integrierte Managementsysteme.

Qualitätsmanagement im Bauwesen hat sich zu einem der erfolgreichsten Strategien entwickelt, trotz ständig steigender Anforderungen dennoch  wirtschaftlich erfolgreich am Markt bestehen zu können. Immer mehr Bauherrn erkennen ihre Chance aber auch die Verantwortung, die Qualitätsfähigkeit der von ihnen beauftragten Unternehmen bei der Abwicklung von Bauprojekten einzufordern und sicherzustellen. Ausführende Firmen, Subunternehmer, Professionisten, Planungs- und Architekturbüros werden in zunehmende Maße beispielsweise gefordert neben ihrer kreativen Leistungsfähigkeit vor allem auch ihre systemischen, organisatorischen und gesamtunternehmerischen Fähigkeiten nachzuweisen. Ein qualityaustria Zertifikat ist eine der besten Möglichkeiten dazu.

Durch die immer schwieriger werdende Auftragssituation, verbunden mit knapperen Preisen und damit knapperen Erträgen, können es sich ausführende Unternehmungen eigentlich gar nicht mehr leisten, Gewährleistungsschäden und Ausführungsmängel (oftmals Wiederholungsfehler) nachträglich beseitigen zu müssen. Die Bauschadensstatistik zeigt, dass die durchschnittlichen Fehlerkosten ca. 6-8% der Herstellkosten betragen und damit in vielen Unternehmungen oftmals den gesamten Ertrag auffressen. Qualität bedeutet im Bauwesen die Summe der Leistungen aller Beteiligten am Bauprojekt. Entwurf, Ausführung und Nutzen liegen in der Regel in getrennten Verantwortungsbereichen (Bauherr, Architekt, Planer, Bauunternehmer, Subauftragnehmer, Baustoffhersteller und Baustoffhandel).