Am 13. Juni 2012 hat die Quality Austria in das LFI Hotel der Landwirtschaftskammer zur Fachveranstaltung Integrierte Managementsysteme in der Metallbranche geladen. Vor Ort waren Experten der Quality Austria sowie Kunden aus dem Fachbereich Metall. Thematisiert wurden neue Entwicklungen, Hintergrundwissen und Know-how anhand von Beispielen direkt aus der Praxis der Integrierten Managementsysteme. Der Event richtete sich besonders an Geschäftsführer, Qualitätsmanager und Umwelt- und Energiemanager sowie an Manager für die Bereiche Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz aus metallverarbeitenden Betrieben.
„Derzeit befindet sich die Normenwelt in einem Revisionsprozess. Der starke Umbruch ist aktuell insbesondere bei der Qualitätsmanagementnorm ISO 9001 und bei der Umweltmanagementnorm ISO 14001 sowie bei einigen weiteren bemerkbar“ so DI Axel Dick, Prokurist der Quality Austria Trainings, Zertifizierungs und Begutachtungs GmbH. Zum einen wird eine stärkere Harmonisierung zwischen den Standards im Aufbau, in den Begriffen und Texten angestrebt, um den Trend in der Wirtschaft zur Integration der verschiedenen Anforderungen aus den Bereichen Qualität, Umweltschutz, Arbeitssicherheit, CSR sowie weiteren gerecht zu werden. Zum anderen um den wachsenden Anforderungen der wachsenden Ansprüche der Stakeholder und der Entwicklung der Kompetenzen der Mitarbeiter aktiv zu begegnen. Die jährlichen Zuwachsraten bei den Zertifizierungen von Managementsystemen liegen derzeit deutlich im zweistelligen Bereich.
Die Auditerfahrung zeigt, dass die Sorgfaltspflichten des Top-Managements besonders auch im Bereich des Arbeitnehmerschutzes nicht immer in der vollen Tragweite bewusst und bekannt sind. Der Aspekt der Arbeitssicherheit wird indes auch von Kunden immer stärker eingefordert: „Das Thema spielt beim Anlagenbau Zauner eine sehr große Rolle und bildet den ersten Agendapunkt jedes Meetings. Unsere Kunden haben hohe Ansprüche und fordern Arbeitssicherheit aktiv ein. Die interne Kommunikation mit den Mitarbeitern aber auch die externe Kommunikation mit anderen Gewerken vor Ort und mit dem Kunden sind entscheidende Erfolgsfaktoren, damit die Zauner-Mitarbeiter unter optimalen Sicherheitsbedingungen arbeiten können“, so Andreas Roth, Qualitätsmanager bei Zauner Anlagenbau GmbH.
Enorme Einsparungen durch Energiemanagement
Alleine durch Verhaltensänderungen der Mitarbeiter lassen sich in Unternehmen insgesamt bis zu 20% an Energiekosten einsparen, erklärt Christian Heiss, Energiemanagementexperte der Quality Austria. „Erst beim letzten Audit haben wir festgestellt, dass in der zweiten Schicht auch Bereiche beleuchtet waren, in denen niemand gearbeitet hat. Den Mitarbeitern im Audit sei dies gar nicht aufgefallen“, so Heiss. Technische Verbesserungen, die einen reibungsloseren Ablauf der Arbeit ermöglichen, bringen ebenfalls weitere Einsparungen. In Summe könnten diese Energieeinsparungen im Bereich von 30% bis zu 50% liegen, so Heiss weiter. In 70% der Fälle haben Projekte zur Steigerung der Energieeffizienz einen Return-on-Investment von einem Jahr, was bedeutet, dass jedes Projekt bares Geld bringt.
Energieeffizienz auf gesetzlicher Ebene
Mit der Entsprechung der Anforderungen nach der internationalen Norm ISO 50001 werden auch die Anforderungen des Entwurfes Bundesenergieeffizienzgesetzes erfüllt. Heiss verweist darauf, dass es bereits in einigen Bundesländern ein Landesenergieeffizienzgesetz gibt. „Eine Herausforderung liegt sicherlich darin, dass nach der ISO 50001 bereits im Beschaffungsprozess Energieaspekte über den Produktlebenszyklus stärker zu berücksichtigen sind. Im Gesetzesentwurf sind dann auch sogenannte Energiebeauftragte für Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern geplant.

Integrierte Managementsysteme fördern Synergien
Die Integration von Managementsystemen in den Bereichen Qualität, Umwelt und Arbeitssicherheit fördert das ganzheitliche Denken und Handeln der Mitarbeiter. „Wir tun uns viel leichter, Wechselbeziehungen und –wirkungen zu erkennen. Bereits bei Investitionsentscheidungen fließen zahlreiche Fragen aus den Bereichen Umweltschutz und Arbeitssicherheit ein.“, so Ing. Siegfried Pirschl, Qualitätsmanagement, Buntmetall Amstetten Ges.m.b.H. Mittels eigener Checklisten und einer detaillierten Ausarbeitung des klassischen Fehlerberichts kann gezielt in der Prävention vorgegangen werden, erläutert Pirschl. Im Zuge eines Umweltprojektes, das sich auf die Kreislaufführung des Kühlwassers fokussierte, erreichte Buntmetall eine Reduktion des Wasserverbrauchs im Unternehmen um insgesamt 58%.
Pilotlehrgang Energieeffizienz in Linz
Aufgrund der kommenden gesetzlichen Verankerung von Auflagen zur Energieeffizienz startet Quality Austria einen Pilotlehrgang zum Energiebeauftragten ab Mitte Oktober in Linz. Der Lehrgang ist modular aufgebaut und umfasst in Summe fünf Tage. Einige Anfragen für Inhouseschulungen liegen bereits vor.
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Quality Austria
Quality Austria Trainings-, Zertifizierungs- und Begutachtungs GmbH (www.qualityaustria.com) ist nationaler Marktführer und Ansprechpartner in den Bereichen der Integrierten Managementsysteme und Branchenstandards betreffend Qualität, Umwelt und Sicherheit. Die Leistungen der Quality Austria reichen von der Aus- und Weiterbildung im Bereich internationaler Managementtrends, der Zertifizierung von Qualitäts- und Managementsystemen bis zur Vergabe des Austria Gütezeichens. Die Prämierung österreichischer Organisationen mit dem Staatspreis Unternehmensqualität erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend und der AFQM. Die Zusammenarbeit der Quality Austria mit IQNet, EOQ, EFQM und weiteren internationalen Organisationen sichert die Vermittlung von globalem Know-how und macht das Unternehmen zu einem kompetenten Partner. Im Bereich FSC CoC ist Quality Austria Partner der SQS in der Schweiz. Weltweit kooperiert Quality Austria mit rund 100 Mitgliederorganisationen. Über 11.000 Organisationen in knapp 50 Ländern profitieren bereits davon. Quality Austria ist ein stabiler Faktor für wertvolle Synergien am Wirtschaftsstandort Österreich.

