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08.10.2018

Die Industrie 4.0 weckt Erinnerungen ans 18. Jahrhundert

Quality Austria zum Weltnormentag

Bereits vor mehr als 250 Jahren hatten Normen und Standards der industriellen Revolution zum Durchbruch verholfen. Unzählige – für Laien teilweise kurios anmutende Normen - sorgen nun auch im Hintergrund für den Durchbruch der Industrie 4.0. Vielen Betroffenen ist gar nicht bewusst, wie die unzähligen Normen Tag für Tag unser aller Leben erleichtern. Zudem kann die weltweite Implementierung einer einzigen Norm dazu beitragen, dass bis 2030 weltweit 6,5 Milliarden Tonnen CO2 eingespart werden. Anlässlich des bevorstehenden Weltnormentages am 14. Oktober wagt qualityaustria Geschäftsführer Konrad Scheiber einen Blick in die Zukunft.

 

Der Weltnormentag ist ein guter Anlass um ein auf EU-Ebene mittlerweile außer Kraft gesetztes Hassobjekt auch gedanklich zu Grabe zu tragen: Die EU-Gurkenkrümmungsverordnung. Normen sind nämlich viel mehr als das. Der Nutzen ist nicht nur für die Konsumenten und für die Wirtschaft enorm, sondern auch für die Umwelt. So kann etwa die weltweite Implementierung der ISO 50001 dazu beitragen, dass die Wirtschaft bis 2030 rund 6,5 Milliarden Tonnen CO2 bzw. fast 600 Milliarden US-Dollar einsparen kann, wie Daten des multilateralen Forums Clean Energy Ministerial zeigen. „Vielen Menschen ist gar nicht bewusst, wie positiv Normen und Standards die heimische sowie die globale Wirtschaft und damit unser aller Leben beeinflussen“, sagt Konrad Scheiber, Geschäftsführer bei Österreichs führendem System- und Produktzertifizierungsunternehmen Quality Austria anlässlich des bevorstehenden Weltnormentages. Angefangen vom Babyschnuller bis zu Bestattungen wird alles mittels – von Fachleuten genau definierten – Empfehlungen geregelt.

 

Normen sichern Qualität und erleichtern Export

„Normen sorgen dafür, dass eine in Hamburg gekaufte Glühlampe genauso in den dafür vorgesehenen Sockel passt, wie eine in Wien gekaufte. Sie sind der Grund, warum wir uns an einheitlichen Schuhgrößen orientieren können und dass ein beschädigter Kotflügel beim Auto unkompliziert durch ein perfekt passendes Ersatzteil ausgetauscht werden kann“, bringt Scheiber die komplexe Materie auf den Punkt. Genau genommen sei eine Norm ein Dokument, das Anforderungen an Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren definiere. Normen erleichtern den grenzüberschreitenden Warenverkehr, sie dienen der Qualitätssicherung und ermöglichen Kosteneinsparungen durch rationale Produktionsprozesse. Darüber hinaus ergibt sich in der Kosten-Nutzen-Relation ein hoher Multiplikatoreffekt. Jeder Euro, der in Österreich in Normung investiert wird, bringt den rund vierzigfachen Ertrag.

 

Standards erleichtern die Interaktion mit Robotern

Begonnen hatte alles vor mehr als 250 Jahren, als im 18. Jahrhundert Standards den Übergang von der Handarbeit zur maschinellen Fertigung in den Fabriken ungemein erleichterten. „Derzeit kommt Normen wieder eine Schlüsselrolle beim Übergang in eine neue Ära zu. Die vierte Industrielle Revolution wäre in dieser rasanten Geschwindigkeit, wie wir sie derzeit erleben, ohne Normen einfach nicht möglich“, erklärt der Experte.

Roboter und künstliche Intelligenz werden künftig immer mehr Aufgaben übernehmen, die bisher von Menschen erledigt wurden. Viele davon sind hochsensibel. Heutzutage werden nicht nur Flugzeuge digital überwacht, sondern auch Säuglinge. Daten werden in die Cloud übertragen, das Internetverhalten wird aufgezeichnet und die 3D-Druck-Technologie hat sogar das Potenzial, die Fertigung von Waren von den Fabriken in die Haushalte zu verlagern. „Internationale Standards sind ein wirksames Mittel, um die Sicherheit all dieser Technologien zu gewährleisten und Risiken zu minimieren. Sicherheitsstandards sind in der Lage kriminelle Internet-Hacker von ihrer Arbeit abzuschrecken und zugleich die Interaktion von Menschen mit Roboter zu erleichtern“, wie Scheiber erklärt.

 

Jeder kann zu den Norm-Entwürfen Stellung nehmen

Im Prinzip kann heute jedermann zum Beispiel im Normen-Entwurf-Portal des Austrian Standards International zu den von den Normungskomitees verabschiedeten Norm-Entwürfen Stellung nehmen und dadurch Einfluss auf die Entwicklung nehmen. In den Normenkomitees selbst sind zum Beispiel auch die Experten der Quality Austria vertreten. „Den unzähligen österreichischen KMU kommt es sehr zugute, dass sie dank Normen und Standards ihre Produkte weltweit vermarkten können. An das sollten wir am 14. Oktober denken, wenn der von den internationalen Organisationen für Normung (ISO), der International Electrotechnical Commission (IEC) und der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) ins Leben gerufene World Standards Day gefeiert wird“, plädiert Scheiber.

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