IMPACT Lech 2026: Mit Daten die Welt verstehen
Der Leitsatz „Mit Daten die Welt verstehen – was es dafür braucht.“ brachte die diesjährige IMPACT Lech auf den Punkt. Hochkarätige Speaker aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik diskutierten darüber, wie Daten und Künstliche Intelligenz unsere Zukunft beeinflussen und welche Voraussetzungen geschaffen werden müssen, damit Europa und insbesondere österreichische Unternehmen wettbewerbsfähig bleiben. Annelie Dornaus, Head of Corporate Sales Quality Austria Consulting, und Thomas Mann, Geschäftsführer der CIS Certification GmbH, waren als Vertretung der Quality Austria Gruppe vor Ort und fassen ihre wichtigsten Erkenntnisse aus den Vorträgen und Podiumsdiskussionen zusammen.
Daten als strategischer Erfolgsfaktor
Für Unternehmen wurde deutlich: Daten sind längst mehr als ein rein technisches Thema – sie sind als wichtige Ressource und als strategischer Erfolgsfaktor zu betrachten. Wer das Potenzial von KI nutzen möchte, braucht eine klare Data Governance und eine Strategie, wie künftig mit Daten gearbeitet wird.
Unternehmen sollten sich frühzeitig die Fragen stellen:
- Welche Aufgaben kann und soll Künstliche Intelligenz in unserem Unternehmen übernehmen?
- Welche Entscheidungen bleiben bewusst in menschlicher Hand?
- Welche Daten benötigen wir, um KI verantwortungsvoll und erfolgreich einzusetzen?
- Welche Kompetenzen brauchen wir, um KI bewusst, durchdacht und richtig implementieren und anwenden zu können?
Mut zur Digitalisierung
Ein zentraler Appell der Veranstaltung war, schneller und mutiger zu handeln. Digitalisierung und KI sind keine kurzfristigen Projekte, sondern Investitionen in die Zukunft. Thomas Mann, Geschäftsführer der CIS Certification GmbH, nahm an der hochkarätigen Podiumsdiskussion zum Thema "Daten, Ethik und Recht" teil und brachte seine langjährige Erfahrung und Expertise zu aktuellen Herausforderungen in der Informationssicherheit ein.
Dabei wurde mehrfach darauf hingewiesen, dass leistungsfähige KI-Lösungen und hochwertige Daten künftig immer wertvoller und damit auch kostspieliger werden. Wer heute investiert und Kompetenzen aufbaut, verschafft sich langfristige Wettbewerbsvorteile.
Wem gehören unsere Daten?
Eine der spannendsten Diskussionen drehte sich um die Frage des Dateneigentums. Daten wurden mehrfach als „der Rohstoff des 21. Jahrhunderts“ bezeichnet.
Gleichzeitig wurde kritisch hinterfragt, inwieweit Europa bei digitalen Plattformen und Dateninfrastrukturen von den USA abhängig ist. Die Forderung nach einer stärkeren europäischen Datensouveränität zog sich wie ein roter Faden durch viele Beiträge.
Österreich zwischen Herausforderung und Spitzenforschung
Auch der Innovationsstandort Österreich wurde intensiv diskutiert. Einerseits wurde bemängelt, dass Innovationen häufig an mangelnder Finanzierung und zu geringer Unterstützung der Politik scheitern.
Andererseits gibt es Bereiche, in denen Österreich international herausragt: Besonders in der Quantenphysik zählt Österreich zur Weltspitze. Dieses wissenschaftliche Know-how bietet großes Potenzial für zukünftige digitale Entwicklungen.
Fazit
Die IMPACT Lech hat eindrucksvoll gezeigt: Die Zukunft wird datengetrieben sein. Erfolgreiche Unternehmen benötigen nicht nur moderne Technologien, sondern vor allem eine klare Datenstrategie, den Mut zu investieren, die Kompetenzen und die Bereitschaft, neue Wege zu gehen.
Die Veranstaltung machte aber auch deutlich, dass Europa und Österreich jetzt die richtigen Rahmenbedingungen schaffen müssen – für Innovation, digitale Souveränität und einen verantwortungsvollen Umgang mit Daten.