27. Okt 2015

ISO 22301 – Business Continuity Management

Vermeidung von Betriebsunterbrechungen – Mehrwert, Nutzen und Organisationssicherheit

„Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorauszusehen, sondern auf die Zukunft vorbereitet zu sein.“
Perikles, griech. Staatsmann, 493-429 v. Chr.

BCM = Business Continuity Management
BCM = Aufrechterhaltung der Betriebsfähigkeit bzw. deren rasche Wiedererlangung 

Business Continuity Management (BCM) soll durch den systematischen Managementansatz verhindern, dass es zu einer Betriebsunterbrechung bzw. Unterbrechung der Lieferfähigkeit einer Organisation kommt. Falls dieses Worst-Case-Szenario doch eintreten sollte, soll das BCM helfen rasch wieder „systematisch“ die Betriebsfähigkeit/Lieferfähigkeit zu erlangen.

BCM stellt systematisch sicher, dass die kritischen Unternehmensprozesse identifiziert und analysiert werden. Auf Basis der Analyse und Priorisierung werden die Prozess so geformt, dass das Eintreten von ungeplanten Betriebsunterbrechungen im Vorfeld verhindert wird bzw. dass Unterbrechungen so rasch als möglich überwunden werden können. Unsere stark vernetzte und  globalisierte Wirtschaft erfordert immer zuverlässigere und unterbrechungsfreie Lieferketten. Betriebsunterbrechungen von nur einem Teil der Lieferkette (supply chain) können für eine ganze Gruppe  von Unternehmen gefährdend sein.

Der Hauptfokus der ISO 22301 liegt darauf Organisationen im systematischen Weg so zu entwickeln, dass Betriebsunterbrechungen vermieden werden können und wenn dies nicht möglich ist rasch wieder die Lieferfähigkeit zu erlangen. Ziel des Business Continuity Managementsystems ist es sich gegen Zwischenfälle

  • mit Betriebsunterbrechung zu schützen,
  • die Wahrscheinlichkeit ihres Auftretens zu vermindern,
  • sich auf diese vorzubereiten,
  • auf diese systematisch zu reagieren
  • und sich von diesen zu erholen, wann immer sie auftreten.

Das Kernstück des Standards ist BIA (Business Impact Analyse):

  • Prozess der Analyse der Tätigkeiten und des Einflusses, den die Störung des Betriebes auf diesen haben kann. Im weitesten Sinn ist dafür die Basis die Kenntnis über die Wechselwirkung der Prozess und der risikobasierte Ansatz im Kontext der Organisation.

Abbildung 1: Prozess BIA

Die ISO 22301 ist auch in deutscher Version als ÖNORM EN ISO 22301:2015 unter dem etwas verwirrenden Titel „Sicherheit und Schutz des Gemeinwesens“ erschienen.

Die Norm ist sehr gut mit der neuen ISO 9001:2015 bzw. ISO 14001:2015 kombinierbar, da sie alle auf dem Annex SL beruhen.

Abbildung 2: Integration der Managementsysteme

Quality Austria bietet nicht nur die Zertifizierung nach der ISO 22301:2012 sondern auch eine 4-tägige, praxisorientierte Ausbildung zum Business Continuity Management Manager mit Personenzertifikat an (auch als Inhousetraining buchbar). Die BCM Ausbildung basiert auf der ISO 22301 und befähigt aufgrund ihrer Praxisorientierung die Absolventen ein BCM in der eigenen Organisation aufzubauen.

Hier geht es zur Lehrgangsreihe

Autor und Ansprechpartner

Team

Herr Eckehard Bauer, MSc

Prokurist Business Development für Sicherheitsmanagement, Business Continuity, Risiko, Security, Compliance und Transport

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