Bauwesen

Ausführung von Stahl- und Aluminiumtragwerken nach EN 1090

Motivation und Nutzen

Die aktuelle Version der EN 1090-1 ist in Österreich am 1. März 2012 in Kraft getreten. Sie verpflichtet – wie auch alle vorangegangenen Ausgaben – die betroffenen metallverarbeitenden Betriebe zur Erstellung von Konformitätserklärungen für ihre Produkte sowie zu deren CE-Kennzeichnung. Das ursprüngliche Ende der Übergangsphase zur flächendeckenden Kennzeichnung – 1. Juli 2012 – wurde um zwei Jahre auf den 1. Juli 2014 verschoben, um den betroffenen Betrieben ausreichend Zeit für die konsequente Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen zu geben. Nach diesem Datum dürfen tragende Bauteile aus Stahl oder Aluminium nur mehr mit CE-Kennzeichen in Verkehr gebracht werden.

Diese Verpflichtung trifft alle Unternehmen, die derartige Produkte fertigen. In Zusammenhang damit schreibt die Norm eine verpflichtende Zertifizierung der „werkseigenen Produktionskontrolle“, also ein gewisses Qualitätsmanagementsystem im Betrieb vor.

Nach ÖNORM EN 1090 ist nachzuweisen, dass alle tragenden Bauteile entsprechend den jeweils gestellten Anforderungen und den damit verknüpften Ausführungsklassen produziert werden. Damit sind die wesentlichen Geschäftsfelder im Stahl- und Aluminiumbau erfasst

  • Beschaffung
  • Fertigung in der Werkstatt
  • Untervergabe
  • Anweisung für die Montage

Falls auch Konstruktion und Bemessung zu den Unternehmensbereichen zählen, werden diese in die Zertifizierung mit einbezogen. Die Festlegungen in ÖNORM EN 1090 gelten auch für alle tragenden Verbundkonstruktionen aus Stahl und Beton.

Die qualityaustria Zertifikate sind abgestimmt auf die Anforderungen an die produzierten Bauteile und werden somit maßgeschneidert auf das jeweilige Unternehmen ausgestellt.

Zielgruppe

Unabhängig von der Betriebsgröße, der Art der produzierten Bauteile und der regionalen Ausrichtung der Geschäftsaktivitäten innerhalb des EWRs unterliegen sämtliche Stahl- und Aluminiumbaubetriebe den Regelungen von EN 1090 für tragende Konstruktionen. Diese können Gesamtbauwerke sein oder als Einzelteile in übergeordnete Tragsysteme integriert werden. Von der Regelung sind alle Bereiche des Bauwesens umfasst, wie z.B.:

  • Hochbau
  • Industriebau
  • Kraftwerksbau
  • Brückenbau
  • Regalbau
  • Fassadenbau
  • Geländerbau
  • Bühnenbau
  • Rohrleitungen
zugrundeliegende Normen

ÖNORM EN 1090 – Ausführung von Stahltragwerken und Aluminiumtragwerken

  • Teil 1: Konformitätsverfahren für tragende Bauteile
  • Teil 2: Technische Anforderungen an Tragwerke aus Stahl
  • Teil 3: Technische Anforderungen an Tragwerke aus Aluminium
Der Weg zum Zertifikat

Erhebung des Ist-Zustandes

In der qualityaustria Statusfeststellung wird vor Ort grundsätzlich der Qualifizierungsstand des Unternehmens in Bezug auf die Erfüllung der Forderungen nach EN 1090 erhoben. Im Rahmen der Statusfeststellung erhält man die Hinweise, in welcher Beziehung Anpassungen gegebenenfalls erforderlich sind.

Voraudit

Im qualityaustria Voraudit wird vor Ort detailliert überprüft, wie weit die Abläufe im Unternehmen den Regelungen in EN 1090 entsprechen.
Im Besonderen werden durchgeführt:

  • Überprüfung der werkseigenen Produktions-Kontrolle (WPK)
  • Feststellung der Wirksamkeit des Gesamtsystems, um die Mitarbeiter aller Bereiche und Standorte auf das Zertifizierungsaudit vorbereiten zu können
  • die punktuelle vor Ort Bewertung einzelner Systemaspekte und -umsetzungen
  • Feststellung von Abweichungen
  • die Ablaufplanung für das Zertifizierungsaudit (Erstinspektion)

Das Unternehmen wird im Rahmen des Voraudits zum qualityaustria Zertifizierungsaudit (Erstinspektion) zugelassen.

Zertifizierungsaudit/Erstinspektion

Das qualityaustria Zertifizierungsaudit wird nach einem gemeinsam erstellten Auditplan vor Ort durchgeführt. Es werden sämtliche Unternehmensbereiche

  • Beschaffung
  • Fertigung in der Werkstatt
  • Untervergabe
  • Anweisungen für die Montage
  • ggf. Konstruktion und Bemessung

unter besonderer Berücksichtigung der werkseigenen Produktionskontrolle und des Umgangs mit den beantragten Ausführungsklassen überprüft.

Die Auditoren gehen dabei an den jeweiligen Ort des unmittelbaren Geschehens. An Hand von ausgewählten Proben wird unter Einbindung der jeweils verantwortlichen Mitarbeiter die Konformitätsbewertung durchgeführt. Ziel ist die Feststellung der Konformität des Unternehmens mit den Vorgaben der zutreffenden Teile der Reihe ÖNORM EN 1090. Der Konformitätsfeststellung berechtigt dazu, an den hergestellten Produkten das CE-Zeichen anzubringen.

Der Weg nach dem Zertifikat

Entsprechend EN 1090 sind nach der Erlangung des Zertifikats von der Zertifizierungsstelle Überwachungen durchzuführen. Deren Intervalle sind gestaffelt und richten sich nach den Anforderungen an die im Unternehmen erzeugten Produkte. Die qualityaustria Überwachungen orientieren sich an den, der Zertifizierung zu Grunde liegenden Rahmenbedingungen.

Notifizierung

Für den Bereich der EN 1090 ist die Quality Austria auf Grund der einschlägigen Akkreditierung durch das BMDW als notifizierte Stelle nach den Regeln der Europäischen Bauproduktenrichtlinie in die „NANDO“-Liste" eingetragen.

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Team

Herr Ing. Alfred Leitner, MSc, MBA

Prokurist Branchenmanagement Bauwesen, Öffentliche Verwaltung, RT05

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