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ISO 14001

Referenz:300040

Weltweit sind circa 300.000 Organisationen nach der ISO 14001 zertifiziert, Tendenz jährlich steigend. In Österreich sind es über 1.000 ISO 14001 Zertifizierungen.

Grundsätzlich folgt die ISO 14001:2015 auch der High Level Structure (HLS), wie die ISO 9001. Seit dem Jahr 2012 gibt es Festlegungen in den ISO/IEC Direktiven über die Struktur und Kerninhalte für Managementsystemnormen. Es wurde ein neuer Annex aufgenommen, der nun Vorgaben für alle technischen Komitees im Bereich Managementsysteme enthält, wie Managementsystemnormen strukturiert sein müssen und welchen Kerntext sie beinhalten. Wesentliche Themen der Revisionen sind schon durch diese Vorgaben bestimmt: die neuen Schwerpunkte zum Thema risikobasiertes Denken, Leadership, Betrachtung des Kontext der Organisation, Fokus auf Kompetenz oder der vereinheitlichte Begriff der dokumentierten Information sind Themen, die durch diese gemeinsame Struktur und Kerninhalte bestimmt sind. Dieser Annex SL bildet, neben der ISO 9001, 14001 und 45001 (anstelle OHSAS 18001) auch die Basis für alle weiteren in Zukunft zu überarbeitenden Managementsystemstandards. Dies wird die gemeinsame Umsetzung dieser Normen im Rahmen von Integrierten Managementsystemen für Anwender vereinfachen.

  1. Schutz der Umwelt durch Verhindern oder Minderung nachteiliger Umweltauswirkungen
  2. Minderung der möglichen nachteiligen Auswirkung von Umweltzuständen auf die Organisation
  3. Unterstützung der Organisation beim Erfüllen von bindenden Verpflichtungen„„
  4. Verbesserung der Umweltleistung
  5. Steuerung oder Einfluss auf die Art und Weise, wie Produkte und Dienstleistungen der Organisation entwickelt, produziert, vertrieben, konsumiert und entsorgt werden
  6. Erreichen möglicher finanzieller und betrieblicher Vorteile, welche die Marktposition der Organisation stärken
  7. Kommunikation von Umweltinformationen an relevante interessierte Parteien zur Vertrauensförderung

Seit der Revision 2015 folgt die ISO 14001 einer neuen Kapitelstruktur.

  1. Anwendungsbereich
  2. Normative Verweisungen
  3. Begriffe und Definitionen
  4. Kontext der Organisation
  5. Führung
  6. Planung
  7. Unterstützung
  8. Betrieb
  9. Bewertung der Leistung
  10. Verbesserung

Hier finden Sie die wesentlichen Neuerungen der ISO 14001:2015 im Überblick.

Kapitel 4 – Kontext
Die Forderung nach einer Kontextanalyse für die Organisation zielt darauf ab, die eigene Organisation konzeptuell und umfassender zu verstehen, z. B. hinsichtlich interner und externer Interessenspartner, ihre Bedürfnisse und Erwartungen, mögliche Einflussfaktoren zu erkennen. Der Kontext umfasst auch die Berücksichtigung des Umweltzustandes, denn dieser beeinflusst die Organisation und die Organisation beeinflusst durch ihre Tätigkeiten, Produkte und Dienstleistungen wiederum den Umweltzustand.

Kapitel 5 – Führung
Das Topmanagement ist stärker gefordert, Leadership zu zeigen,d. h. die Umweltaspekte sind in die Geschäftsprozesse, in die strategische Planung und Entscheidungsfindung zu integrieren. Die Rolle des Top-Managements wird stärker gewichtet, nicht nur durch die Vorbildwirkung der aktiven Führungsrolle, sondern auch weil der klassische Umweltbeauftragte nicht mehr gefordert wird. In der Praxis wird es diesen aber dennoch geben, um die umfassenden und vielfältigen technischen, rechtlichen, normativen und ökologischen Anforderungen in der täglichen Praxis zu erfüllen.

Kapitel 6 – Planung
Der risikobasierte Ansatz findet sich in Folge der High Level Struktur in der ISO 14001:2015. Dieser Ansatz umfasst dabei die Ermittlung von Risken und Chancen aus den Perspektiven Kontextanalyse, Umweltaspekte und –auswirkungen, rechtlichen Anforderungen sowie Notfallplanung. Hieraus könnten Chancen und Risiken abgeleitet werden. Entsprechende Maßnahmen sind zu planen, umzusetzen und auf ihre Wirksamkeit zu bewerten. Die Organisation muss die Umweltaspekte ihrer Tätigkeiten, Produkte und Dienstleistungen bestimmen, die sie steuern und beeinflussen kann. Auf Basis von festzulegenden Kriterien sind die damit verbunden Umweltauswirkungen zu bestimmen. Aus der Einhaltung von „Legal Requirements“ werden „Compliance Obligations“, auf deutsch „bindende Verpflichtungen“. Darunter wird die Einhaltung von rechtlichen Anforderungen, Auflagen sowie von freiwilligen Selbstverpflichtungen verstanden. Hier hat sich im Wesentlichen das Wording geändert.

Kapitel 7 – Unterstützung
Bewusstseinsbildung und Kompetenz sind getrennte Unterkapitel in Kapitel 7 und werden damit im Vergleich zu früher auch aufgewertet. Interne und externe Kommunikation gewinnen an Bedeutung. Die interne Kommunikation ist eng verknüpft mit dem internen Kontext, analog die externe Kommunikation mit dem externen Kontext. Die externe Kommunikation wird gefordert, um über den Dialog über die erreichten Umweltleistungen mit den externen Zielgruppen das Vertrauen zu fördern. In Kapitel 7 werden auch die Anforderungen an die dokumentierte Information festgelegt.

Kapitel 8 – Betrieb
Kapitel 8 widmet sich v. a. der betrieblichen Planung und Steuerung, insbesondere der Steuerung der Prozesse, inklusive der ausgelagerten Prozesse. Die Forderung der Lebenszyklus-Perspektive von Produkten und Dienstleistungen (Lebensweg von Produkten und Dienstleistungen) zieht sich als neue Forderung wie ein roter Faden durch die ganze Norm und wird in Kapitel 8.1 maßgeblich beschrieben. Es wird zwar keine detaillierte Lebenszyklusanalyse im Sinn der ISO 14044 gefordert, es sind aber alle Lebensphasen zu betrachten und die Unternehmen müssen prüfen, inwieweit sie diese kontrollieren und beeinflussen können. Kapitel 8 definiert in 8.2 „Notfallvorsorge und Gefahrenabwehr“ auch die Anforderungen an die Notfallplanung.

Kapitel 9 – Bewertung der Leistung
Die Umweltleistung ist zu verbessern. Umweltleistung ist das messbare Ergebnis des Managements der Umweltaspekte in einer Organisation. In der Revision spielen nun Indikatoren (Kennzahlen) eine Rolle. In die Bewertung der Leistung fließen auch die Bewertung der Einhaltung von bindenden Verpflichtungen, das interne Audit sowie die Managementbewertung ein. Damit schließt sich für das Top-Management wieder der Kreis.

Laut Bundesgesetzblatt 182. Verordnung, ausgegeben am 4. Mai 2006, ist Quality Austria - Trainings, Zertifizierungs und Begutachtungs GmbH akkreditiert für die Zertifizierung von ISO 14001.

EMAS, ISO 50001, ISO 9001, OHSAS 18001, SCC, Nachhaltigkeitsberichte

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