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ISO 22000 und FSSC 22000 für Lebensmittel- und Verpackungshersteller, Caterer, Logistikunternehmen und den Großhandel

Referenz:300058

Hygienemängel und deren negative Auswirkungen auf die Lebensmittelsicherheit können zu lebensbedrohenden Erkrankungen führen. Zusätzlich erreichen die Verluste durch verdorbene Lebensmittel und Lagerschäden unvorstellbare Ausmaße.

Der ISO Standard EN ISO 22000 „Managementsysteme für die Lebensmittelsicherheit, Anforderungen an Organisationen in der gesamten Lebensmittelkette“ spezifiziert daher die Anforderungen an ein Managementsystem für Lebensmittelsicherheit, um sichere Produkte für den Endverbraucher herzustellen und die Kundenzufriedenheit zu steigern. Die EN ISO 22000 ist der weltweit harmonisierte Standard für alle Unternehmen der gesamten Lebensmittelkette.

Sie kombiniert anerkannte Schlüsselelemente der Lebensmittelsicherheit wie interaktive Kommunikation, Systemmanagement, Prozesskontrolle, HACCP-Grundsätze und die sogenannten Präventivprogramme (pre-requisite programs, PRP) miteinander. Die Kommunikation entlang der Lebensmittelkette muss sicherstellen, dass durch Lebensmittel ausgelöste gesundheitliche Gefahren auf jeder Stufe der Lebensmittelkette identifiziert und ausreichend gelenkt werden. Voraussetzung ist die klare Aufgaben- und Rollenverteilung für eine effektive interaktive Kommunikation über die gesamte Lebensmittelkette, um den Endverbraucher mit sicheren Lebensmitteln zu versorgen.

Die ISO 22000 berücksichtigt die Prinzipien des Codex Alimentarius. Eine Integration des Managementsystems für Lebensmittelsicherheit in ein Qualitätsmanagementsystem nach ISO 9001 ist daher sehr gut möglich und durch den einheitlichen Aufbau nach der High Level Structure, die nun bei allen ISO Managementsystemnormen durchgängig zur Anwendung gelangt, leicht umsetzbar.

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Die ISO 22000 ist in Kombination mit den jeweiligen sektorspezifischen technischen Spezifikationen (z.B. ISO/TS 22002-1, 22002-4 etc.) ein von der GFSI (Global Food Safety Initiative) anerkannter Standard. Das dafür entwickelte Zertifizierungsverfahren ist FSSC 22000. Neben IFS und BRC ist FSSC 22000 nun ein weiterer vom GFSI anerkannter Standard, der sich zunehmender Beliebtheit erfreut. FSSC bedeuted Food Safety System Certification und wurde für die Erzeugung sicherer Lebensmittel auf allen Stufen der Herstellung entwickelt. Im Gegensatz zum IFS, der als reiner produktorientierter Standard anzusehen ist, zielt FSSC 22000 darauf ab, die EN ISO 22000 „Managementsysteme für die Lebensmittelsicherheit“ als Basis zu verankern und durch Ergänzung mit den jeweiligen spezifischen technischen Spezifikationen (ISO/TS 22002-1 bzw. -4) konkrete Anforderungen zur Gewährleistung der Lebensmittelsicherheit festzulegen.

Lebensmittelunternehmen, die bereits nach ISO 22000 zertifiziert sind, haben ein um die sektorspezifischen technischen Spezifikationen (z.B. ISO/TS 22002-1, 22002-4 etc.) erweitertes Audit nach dem FSSC 22000 Protokoll durchzuführen, um den Anforderungen dieses Zertifizierungverfahrens gerecht zu werden.

  • Verbesserung der Lebensmittelsicherheit
  • Verbesserung der Qualität und Sicherheit der Produkte
  • Stärkung des Schutzes und des Vertrauens der Verbraucher entlang der gesamten Lieferkette
  • Erhöhung der Kosteneffizienz in der Lebensmittelkette
  • Interaktive Kommunikation
  • Systemmanagement und Prozesskontrolle
  • Schaffung eines nützlichen Instruments zur Sicherstellung der Einhaltung der durch Rechtsvorschriften und durch Kunden festgelegten Anforderungen

Organisationen in der gesamten Lebensmittelkette: landwirtschaftliche Erzeuger, Futtermittel- und Lebensmittelhersteller, Hersteller von Zusatz- und Verarbeitungshilfsstoffen, Zulieferer, Einzelhändler, Gastronomiebetriebe und Catering Unternehmen, Dienstleister, Logistikunternehmen ebenso wie Lebensmittelverpackungshersteller. Sowie außereuropäische Unternehmen, welche die Erfüllung von europäischen Standards nicht nachzuweisen haben.

FSSC 22000 eignet sich für die Zertifizierung aller Lebensmittelunternehmen, unabhängig von Größe, Komplexität und Unternehmensform, auf allen Stufen der Herstellung sowie Caterer, Großhandel, Transport- und Logistikunternehmen und Verpackungshersteller.

 

Die Anwendung der ISO 22000 ist insbesondere für Organisationen gedacht, die ein zielgerichtetes, schlüssigeres und stärker integriertes Managementsystem für Lebensmittelsicherheit anstreben als normalerweise gesetzlich vorgeschrieben ist.

Die ISO 22000 verlangt explizit die Implementierung von Präventivprogrammen; sie enthält dazu aber keine inhaltlichen Vorgaben. Daher wurden mit Unterstützung der CIAA (Confederation of the Food and Drink Industry) und Fördermitteln von multinationalen Konzernen sektorspezifische, technische Spezifikationen erarbeitet, um speziell die hinsichtlich Präventivprogrammen bestehenden Lücken zu schließen und damit die Anerkennung durch den GFSI zu erlangen.

Es gibt zwei Arten von Präventivprogrammen. Erstens die Präventivprogramme (prerequisite programme PRP) als Grundvoraussetzungen und Handlungen, die für die Erhaltung einer hygienischen Umgebung in der Lebensmittelkette notwendig sind. Diese werden nicht zur Kontrolle bestimmter identifizierter Gefahren gewählt, sondern zur Aufrechterhaltung einer hygienischen Produktion. Dazu zählen unter anderem Personalhygiene, Reinigung, Desinfektion und die Schädlingsbekämpfung. Zweitens die operativen Präventionsprogramme (OPRP), welche dazu dienen, identifizierte Gefahren angemessen zu beherrschen, die aber nicht als kritische Lenkungspunkte (CCP) angewendet werden können. Als dritte Maßnahme zur Beherrschung von identifizierten Gefahren dient der HACCP-Plan mit den kritischen Lenkungspunkten (CCP). Die Beherrschung der Gefahren wird durch eine Kombination der Präventivprogramme, der operativen Präventivprogramme und des HACCP-Plans sichergestellt.

ISO/TS 22002-1/-4 Prerequisite Programmes on Food Safety – Food Manufacturing/Food Packaging Manufacturing und FSSC, ISO 9001, CAC/RCP 1-1969 (Rev. 4 – 2003), IFS Standards, BRC Standards, EN ISO 22005, ISO/TS 22003, ISO/TS 22004.

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