Qualität

Austria Gütezeichen International

Überblick

Inländische Betriebe mit Erzeugnissen beliebigen Ursprungs und Firmen mit Produktionsstätten im Ausland, können für ihre Produkte das Gütezeichen International beantragen.

Die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (vormals Regulativ) der ÖQA – Österreichische Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Qualität und bestehende Gütevorschriften gelten auch für alle im Ausland erzeugten Produkte, welche das Gütezeichen International erwerben wollen. Hiermit ist sichergestellt, dass die Erlangung der Gütezeichen sowohl für in Österreich als auch im Ausland hergestellte Waren nach denselben Richtlinien erfolgt.

Akkreditierte Prüfstellen führen die Prüfung durch und bestätigen, dass die im Ausland erzeugten Produkte den österreichischen Standards (Gesetze, Normen, ...) entsprechen.

Voraussetzungen

Mit dem Antrag um Verleihung des Austria Gütezeichens verpflichten sich alle Zeichennutzer zur Erfüllung der jeweiligen Güterichtlinien und zur Einhaltung der Nutzungsbedingungen gemäß den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (vormals Regulativ) der ÖQA – Österreichische Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Qualität, in denen die Bedingungen zur Erlangung und Nutzung der Austria Gütezeichen geregelt sind.

Das Recht zur Führung des Austria Gütezeichens ist bei Produkten an die Erfüllung von

Qualitätskriterien geknüpft, die alle wichtigen Eigenschaften des Produktes abdecken.

Für die verschiedenen Produkte wurden spezifische Güterichtlinien erarbeitet, die den akkreditierten Prüfanstalten in ganz Österreich als Grundlage für die qualitäts- bzw. energiewirtschaftliche Prüfung dienen.

Kriterien für die Qualitätsprüfung

Die Prüfung erfolgt gemäß den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (vormals Regulativ) der ÖQA – Österreichische Arbeitsgemeinschaft zur Förderung der Qualität nach folgenden Bestimmungen:

  • Güterichtlinien/Gütevorschriften  
  • Normen  
  • Warendeklarationen
  • gesetzliche Vorschriften  
  • Gütevereinbarungen  
  • gesicherte Regeln der Technik

Die Gütezeichen werden für einen festgelegten Zeitraum verliehen. Die Einhaltung der Güterichtlinien wird durch akkreditierte oder staatlich autorisierte Prüfstellen laufend überwacht.

Vergabeverfahren

Gemäß den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (vormals Regulativ) der ÖQA muss der Antragsteller nachweisen, dass die Erzeugerfirma in dem betreffenden Land über eine gültige Gewerbeberechtigung verfügt, wobei eine Beglaubigung durch die diplomatische Vertretung oder Außenhandelsstelle zu erbringen ist.

Wenn der Antrag von einer österreichischen Vertriebsfirma gestellt wird, muss diese ihre Gewerbeberechtigung in Österreich nachweisen und einen schriftlichen Auftrag der Erzeugerfirma für die Antragstellung des betreffenden Produktes vorlegen sowie den Nachweis erbringen, dass sie zum Vertrieb des betreffenden Produktes berechtigt ist.

Das Vergabeverfahren läuft in 5 Schritten ab.

1. Erstinformation

Der Interessent informiert die ÖQA über Art und Umfang des Produkts, für welches er die Nutzung des Gütezeichens International beantragt. Die ÖQA übermittelt die entsprechenden Informations- und Antragsunterlagen.

2. Antragstellung

Der Interessent stellt den Antrag an die ÖQA. Damit verbunden ist die Verpflichtung, den Prüforganen die Prüfung in vollem Umfang zu gestatten und erforderliche Prüfstücke unentgeltlich zur Verfügung zu stellen. Mit dem Antrag ist auch der Nachweis zu erbringen, dass die Erzeugerfirma in dem betreffenden Land über eine gültige Gewerbeberechtigung verfügt, wobei eine Beglaubigung durch die diplomatische Vertretung oder Außenhandelsstelle erforderlich ist.

3. Prüfung/Begutachtung

Der Antragsteller beauftragt eine für ihn zugelassene Prüfstelle mit der Prüfung. Als Prüfstelle gelten geeignete, z.B. akkreditierte Prüfanstalten sowie Ziviltechniker oder gerichtlich beeidete Sachverständige des in Betracht kommenden Fachgebietes. Dazu zählen auch nach den internationalen Normen der Serie ISO 17000 im Ausland akkreditierte Prüfstellen. Auch diese müssen bei der Prüfung die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der ÖQA und die darauf Bezug nehmenden österreichischen Güterichtlinien bzw. sonstigen anwendbaren österreichischen Normen und Regeln einhalten.

Die Prüfstelle verständigt die ÖQA schriftlich über die erfolgreich abgeschlossene Prüfung. Das Prüfgutachten ist der ÖQA zu übermitteln.

4. Verleihung

Die ÖQA gibt dem auszuzeichnenden Unternehmen die Aufnahme als Zeichennutzer sowie die verliehene Firmennummer schriftlich bekannt. Das Unternehmen erhält das Zertifikat.

5. Wiederholprüfung

Das Unternehmen wird vor Ablauf der Berechtigung über die Fälligkeit der Wiederholprüfung informiert. Das Unternehmen beantragt die Wiederverleihung des Austria Gütezeichens bei der ÖQA und beauftragt eine Prüfanstalt mit der Prüfung.

Kündigungen

Kündigungen können nur unter Einhaltung einer 6-monatigen Kündigungsfrist zum 31. 12. eines jeden Jahres erfolgen. Das Ende des Nutzungsrechtes entspricht nicht automatisch einer Kündigung. Diese ist eigens einzubringen, da die Nutzungsgebühren andernfalls weiterlaufen.

Kosten

Die Kosten für die Nutzung der Austria Gütezeichen setzen sich zusammen aus:

  • Kosten für die Prüfung
  • Verbandsgebühren

Kosten für die Prüfung

Alle Kosten, die mit der Durchführung der Prüfung in Verbindung stehen, trägt der Antragsteller. Die Verrechnung der Prüfkosten erfolgt direkt durch die Prüfstelle.

Verbandsgebühren

Bitte entnehmen Sie die Verbandsgebühren dem PDF unter dem Reiter "Downloads".

Verwendung

Das Recht zur Führung des Gütezeichens International wird durch die ÖQA für eine bestimmte Dauer, maximal für drei Jahre, erteilt. Die Dauer wird von der Prüfstelle festgelegt. Verlängerungen müssen beantragt werden.

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