Sicherheit (Safety)

SCC (Safety Certificate Contractors)

Motivation und Nutzen

SCC (Safety Certificate Contractors) ist ein internationaler Standard für Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutzmanagement für technische Dienstleistungsunternehmen und Kontraktoren, die in den Betriebsstätten des Auftraggebers tätig werden. Darin sind auch die Anforderungen an Unterauftragsnehmer einheitlich festgelegt. Als Unterauftragsnehmer werden Fremdfirmen bezeichnet, die auf dem Areal der Kunden tätig sind und technische Dienstleistungen erbringen, wie Baufirmen, Wartungs-, Montage-, Installationsfirmen sowie Reinigungs-, Transport- und Entsorgungsunternehmen. Ausgenommen sind Speditionen.

SCC ist ein Zertifizierungsverfahren für Sicherheitsmanagementsysteme unter Berücksichtigung relevanter Gesundheits- und Umweltschutzaspekte und kann gemeinsam mit den Zertifikaten nach ISO 9000ff, ISO 14001, ISO 45001, EN 13816 und Eisenbahnsicherheit gemäß Artikel 9 der EU-Richtlinie 2016/798 (2004/49) erworben werden.


Der SCC-Standard wurde entwickelt, um die Anforderungen an die Auftrags- und Unterauftragsnehmer bzgl. Arbeitssicherheit, Gesundheits- und Umweltschutz zu vereinheitlichen. SCC ist ein Maßstab, der auf freiwilliger Basis zur Gestaltung und Zertifizierung eines Sicherheitssystems angewendet wird. Die Einhaltung dieses Standards wird durch eine unabhängige Zertifizierungsgesellschaft geprüft. Die aktuelle Unfallstatistik, die Ausbildung, Ziele und die nachvollziehbaren Reduktionen der Unfallhäufigkeit stehen im Mittelpunkt der Bewertung.

SCC besteht aus folgenden unterschiedlichen Produkten:

  • SCC*
  • SCC**
  • SCCP – als Zertifikat für die Petro-Chemie


Sie unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Beurteilungskriterien, ihrem Auditierungsumfang und der Anzahl der Pflichtfragen. SCC ist so allgemein gültig aufgebaut, dass es von allen Industrie- und Gewerbezweigen ohne Probleme angewendet werden kann.

Ziele
  • Sicherstellung und Verbesserung hoher Sicherheits-, Gesundheits- und Umweltschutzstandards (SGU)
  • Ermittlung und Bewertung von Gefährdungen
  • Auswahl, Information und Ausbildung des Personals nach SGU-Kriterien
  • Verbesserung des betrieblichen Gesundheitswesens
  • Abstimmung des Beschaffungswesens für Maschinen, Ausrüstung, Dienstleistungen nach SGU-Kriterien
  • Vorbereitung auf Notfallsituationen
  • Meldung, Registrierung und Untersuchung von Unfällen, Zwischenfällen, unsicheren Situationen und Berufskrankheiten
Zielgruppe

Bau- und Baunebengewerbe, Metallbau, technische Büros/Ingenieurbüros, technische Kontraktoren, Anlagenbauer, Dienstleister für die Industrie, Reinigungsunternehmen, Facility Management, usw.

Kriterien

Innerhalb des SCC-Regelwerkes bildet die SCC-Checkliste den Kernpunkt des Systems. In dieser SCC-Checkliste sind alle Anforderungen in Form von Fragen, Hinweisen und Prüfkriterien dargestellt. Die Checkliste basiert auf 12 Elementen und ist hervorragend geeignet, den Arbeits- und Gesundheitsschutz im Unternehmen zu managen.

Die in den Abschnitten formulierten Fragen sind in „Pflichtfragen“ und in „Ergänzungsfragen“ unterteilt. Die Forderungen der Pflichtfragen sind ausnahmslos vollständig zu erfüllen. Bei den Forderungen der Ergänzungsfragen muss eine Mindestpunkteanzahl erfüllt werden. Diese Mindestpunkteanzahl wird über alle Fragen ermittelt.

In Abhängigkeit von der Unternehmensgröße werden SCC* und SCC** Zertifikate ausgestellt. SCC* (eingeschränktes Zertifikat) ist für kleinere Unternehmen mit maximal 35 Mitarbeitern im gesamten Unternehmen bestimmt. Es werden bei diesem Zertifikat die SGU-Managementaktivitäten direkt am Arbeitsplatz beurteilt. SCC** (uneingeschränktes Zertifikat) ist für Unternehmen mit mehr als 35 Mitarbeitern bestimmt bzw. wenn ein Unternehmen (unabhängig von der Mitarbeiteranzahl) Subunternehmer für technische Dienstleistungen einsetzt. Bei SCC** werden die SGU-Managementaktivitäten direkt am Arbeitsplatz und zusätzlich das SGU-Managementsystem beurteilt.

Bei SCCP, dem Zertifikat für die Petro-Chemie, wird zusätzlich zu den unter SCC** genannten Beurteilungskriterien und dem Auditierungsumfang die Erfüllung spezifischer Anforderungen der petrochemischen Industrie und der Raffinerien erwartet.

Akkreditierung od. Zulassung

Laut Bundesgesetzblatt 153. Verordnung, ausgegeben am 22. Mai 2009, ist Quality Austria - Trainings, Zertifizierungs und Begutachtungs GmbH akkreditiert für die Zertifizierung von SCC.

Andere relevante Normen

ISO 9001, ISO 14001, SCP, SA 8000, SQAS, ISO 45001, EN 13816, Eisenbahnsicherheit gemäß Artikel 9 der EU-Richtlinie 2016/798 (2004/49)

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