27. Jun 2019

Business Continuity Management (BCM)

Kritische Unternehmens­prozesse identifizieren und Betriebsausfälle verhindern

Der etwas sperrige Begriff „Business Continuity Management (BCM)“ fokussiert im Managementsystem ein klares wirtschaftliches Ziel: „die systematische Aufrechterhaltung der Betriebsfähigkeit bzw. die rasche Wiedererlangung der Betriebsfähigkeit“.

BCM = Bussines Continuity Management = AUFRECHTERHALTUNG der BETRIEBSFÄHIGKEIT bzw. deren RASCHE WIEDERERLANGUNG

Auf Basis der High Level Structur wurde die ISO 22301 (BCM) erstellt um jegliche Art von Organisationen bei der Implementierung eines BCM-Managements zu unterstützen. Durch diesen Strukturaufbau ist eine vollständige Integration der ISO 22301 in ein bestehendes System nach ISO 9001 (aber auch ISO 14001 oder ISO 45001, usw.) einfach und effektiv möglich.

Die Anwendung der ISO 22301 soll systematisch sicherstellen, dass die kritischen Unternehmensprozesse identifiziert und analysiert werden. Auf Basis der Analyse und Priorisierung werden die Prozesse so geformt, dass das Eintreten von ungeplanten Betriebsunterbrechungen im Vorfeld verhindert wird bzw. dass Unterbrechungen so rasch als möglich überwunden werden können.

Die Nutzung der bestehenden Elemente aus bereits etablierten Managementsystemstandards verkürzt die Implementierungszeit und erhöht die Erlangung des Nutzens wesentlich, um so systematisch Betriebsunterbrechungen zu vermeiden bzw. rasch wieder in die Lieferfähigkeit zu gelangen.
Der risikobasierte Ansatz bzw. das risikobasierte Denken (Verbesserung bzw. Sicherstellung der Zielerreichung durch Beherrschung der Unsicherheiten für Unternehmen) sowie der systematisch bearbeitete Kontext der Organisation aus der ISO 9001:2015 oder ISO 14001:2015 bilden eine starkes Fundament auf welchem die ISO 22301 zum Nutzen des Unternehmens aufgebaut werden kann.

Lieferfähigkeit sicherstellen

Unsere stark vernetzte und  globalisierte Wirtschaft erfordert immer zuverlässigere und unterbrechungsfreie Lieferketten (Supply Chain). Betriebsunterbrechungen von nur einem Teil der Lieferkette können für eine ganze Gruppe von Unternehmen gefährdend sein.

Der Hauptfokus der ISO 22301 liegt darauf, Organisationen im systematischen Weg so zu entwickeln, dass Betriebsunterbrechungen vermieden werden können und wenn dies nicht möglich ist rasch wieder die Lieferfähigkeit zu erlangen.

Ziel des Business Continuity Managementsystems ist es, sich gegen Zwischenfälle...

  • mit Betriebsunterbrechung zu schützen,
  • die Wahrscheinlichkeit ihres Auftretens zu vermindern,
  • sich auf diese vorzubereiten,
  • auf diese systematisch zu reagieren
  • und sich von diesen rasch zu erholen, wann immer sie auftreten.

Friedrich Schröder (Director Quality & Systems, Eaton Power Distribution Division) ist nicht nur von einem Integrierten Managementsystem überzeugt – die Eaton Power Distribution Division sind nach ISO 9001:2015, ISO 14001:2015, ISO 5001:2018, ISO 45001:2018 und ISO 22301:2012 an über zehn Standorten zertifiziert – sondern auch davon, dass ein Bussines Continuity Management für den Ernstfall rüstet und die Geschäftsfähigkeit auch unter widrigen Umständen sichergestellt wird.

„Wir sind seit vielen Jahren auf das Forcieren stabiler und effizienter Geschäftsprozesse fokussiert. Es ist aber auch enorm wichtig, die betrieblichen Kernprozesse in kritischen Situationen aufrechtzuerhalten und abzusichern. In einer vernetzten Organisation spielt die Ausfallsicherheit von Unternehmensteilen und deren Kernprozesse eine immer wichtigere Rolle.

Wir haben uns der Herausforderung gestellt und ein Business Continuity Management System eingeführt. Hier hat uns sie Struktur der ISO 22301 aber auch die Anforderungen des Eaton Business Systems sehr unterstützt. Die Integration des BCM war durch die High Level Structure des Annex SL mit überschaubarem Aufwand verbunden.

Mit der richtigen Bewertung der Risiken und entsprechenden Vorbereitungen auf Notfallsituationen sind wir für den Ernstfall gewappnet und damit ein zuverlässiger Partner für unsere Kunden und Stakeholder“,

so Friedrich Schröder (Director Quality & Systems, Eaton Power Distribution Division), Systemanwender der ISO 22301.“

Foto v.l.n.r.: Eckehard Bauer (Business Development für Risiko- und Sicherheitsmanagement, Business Continuity, Verkehr), Friedrich Schröder (Director Quality & Systems, Eaton Power Distribution Division), Fernando Ceccarelli (SVP und GM, Eaton Power Distribution Division), Thomas Zoder (Manager IMS, Eaton Power Distribution Division), Hans Neuhold (Leadauditor, Quality Austria)

Ansprechpartner Risiko und Sicherheit

Team

Herr Eckehard Bauer, MSc

Prokurist Business Development für Risiko- und Sicherheitsmanagement, Business Continuity, Verkehr

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