Sustainable Resources Verification Scheme: Rechtliche Basis und weitere Infos
SURE Zertifizierung bei Quality Austria Certification: Jetzt über RED III informieren
Die RED III (Richtlinie (EU) 2023/2413) ist seit November 2023 in Kraft. Die Frist für die nationale Umsetzung endete im Mai 2025. Quality Austria ist seit Ende 2023 als Zertifizierungsstelle für die Zertifizierung nach SURE und PEC RED berufen. Die Unterlagen zur SURE-Zertifizierung wurden an die neuen Anforderungen angepasst. Unternehmen, die eine neue Zertifizierungsstelle suchen oder erstmals zertifizieren möchten, werden von Quality Austria Certification unterstützt.
PEFC RED ist eine Erweiterung der PEFC-Zertifizierung (Programme for the Endorsement of Forest Certification). Damit können Unternehmen nachweisen, dass ihre forstliche Biomasse, etwa Holzpellets, Hackschnitzel oder Brennholz, die Nachhaltigkeitskriterien der EU-Erneuerbare-Energien-Richtlinie (Renewable Energy Directive RED III) erfüllt. Das ist vor allem für Biomasse-Lieferanten und Energieerzeuger relevant, deren Energie aus Holz auf die Erneuerbaren-Ziele angerechnet oder gefördert werden soll.
Rechtliche Basis:
Die überarbeitete Erneuerbare-Energien-Richtlinie RED III legt eine allgemeine Politik für die Förderung und Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen in der Europäischen Union fest. Die neue Richtlinie stärkt die Nachhaltigkeitskriterien von Bioenergie durch verschiedene Bestimmungen, einschließlich der negativen direkten Auswirkungen, die die Produktion von Biokraftstoffen aufgrund indirekter Landnutzungsänderungen (ILUC) haben kann.
Während Biokraftstoffe wichtig sind, um der EU dabei zu helfen, ihre Treibhausgas-reduktionsziele zu erreichen, erfolgt die Biokraftstoffproduktion in der Regel auf Ackerland, das zuvor für andere landwirtschaftliche Zwecke wie den Anbau von Nahrungsmitteln oder Futtermitteln genutzt wurde. Da diese landwirtschaftliche Produktion immer noch notwendig ist, kann sie zu einer Ausweitung der landwirtschaftlichen Nutzfläche auf Nicht-Ackerland führen, möglicherweise einschließlich Gebieten mit hohem Kohlenstoffbestand wie Wäldern, Feuchtgebieten und Mooren. Bei forstwirtschaftlicher Biomasse gibt es idente Diskussionen die Nachhaltigkeit betreffend. Zusätzlich werden Abfälle als Sekundärrohstoffe dem System zugeführt und auf deren Herkunft bewertet.
Zur Umsetzung dieses Ansatzes hat die Kommission, wie von der Richtlinie gefordert, die Delegierte Verordnung (EU) 2019/807 erlassen. Dieser delegierte Rechtsakt legt spezifische Kriterien für die Nutzung und deren Nachweise fest.
Freiwillige Systeme und nationale Zertifizierungssysteme der EU-Länder, in diesem Fall SURE (Sustainable Resources Verification Scheme), tragen dazu bei sicherzustellen, dass Biokraftstoffe, flüssige Biobrennstoffe und Biomasse-Brennstoffe nachhaltig produziert werden, indem überprüft wird, ob sie die EU-Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Geprüft wird in diesem Fall die gesamte Lieferkette. Zudem werden Compliance-Anforderungen der RED III transparent, belastbar und rechtssicher nachgewiesen.
Die Produktion von Biokraftstoffen, flüssigen Biobrennstoffen und Biomassebrennstoffen führt zu ausreichenden Einsparungen bei den Treibhausgasemissionen. Einige Programme berücksichtigen auch zusätzliche Nachhaltigkeitsaspekte wie Boden, Wasser, Luftschutz und soziale Kriterien.
Für den Zertifizierungsprozess überprüfen externe Auditor*innen der Quality Austria die gesamte Produktionskette vom Land-/Forstwirt oder Abfallsammlung, bis Biokraftstoffherstellung oder -händler. Obwohl die Systeme privat betrieben werden, kann die Europäische Kommission sie als gültig anerkennen.
Sie möchten mehr erfahren? Kontaktieren Sie uns – wir freuen uns auf Ihre Anfragen!
