15. Sep 2015

qualityaustria Personenzertifikate – weltweit anerkannt

Wer sich weiterbilden will, geht schnell einmal verloren im Dickicht der Leistungskataloge, Kursprogramme und Webportale verschiedener Anbieter und sucht nach Qualitätsunterschieden im Angebot. Was lerne ich, welche Prüfung kann ich ablegen, welches Zertifikat bekomme ich? Nun, eine Teilnahmebestätigung ist schnell ausgestellt, auch ein Zertifikat. Aber Zertifikat ist nicht gleich Zertifikat.

„Mit der Prüfung erhalten Sie ein Zertifikat zum Qualitätsmanager.“ „Sie erhalten ein Personenzertifikat Qualitätsmanager auf Basis der Norm ISO/IEC 17024“ Oder gar: „Akkreditiertes Personenzertifikat ‚Systemmanager Qualität‘ ausgestellt mit Verweis auf das Akkreditierungslogo zur berechtigten Personenzertifizierung der Zertifizierungsstelle auf Basis der ISO 17024.“ Manch Anbieter verweist sogar auf Kooperationspartner, die über diverse Akkreditierungen oder behördliche Ermächtigungen global anerkannte Zertifikate ausstellen. Wenn man genauer recherchiert, trennt sich die Spreu vom Weizen: Die Liste der Akkreditierung Austria im Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft über akkreditierte Personenzertifizierungsstellen enthält alle derzeit gültig akkreditierten Stellen in der System-, Produkt- und Personenzertifizierung. Im jeweiligen Bescheid werden der Inhalt und der Umfang der Akkreditierung jeder Stelle genau beschrieben. Das kritische Lesen und Hinterfragen lohnt sich.

 

Quality Austria mit der „Lizenz zur Personenzertifizierung“

Für welche Bereiche die Quality Austria akkreditiert/zugelassen ist, können Sie hier nachlesen.

 

Grundbegriffe der Personenzertifizierung

So wie es für die Systemzertifizierung die ISO 17021 als weltweit anerkannte Normengrundlage gibt, wurde auch für die Personen- oder Kompetenzzertifizierung eine weltweit anerkannte ISO-Grundlage geschaffen – die ISO 17024. In Österreich ist die Akkreditierung Austria im Wirtschaftsministerium für die Zulassung und jährliche Überwachung von Personenzertifizierungsstellen zuständig.

Unter "Details zu den Grundbegriffen der Personenzertifizierung" am Ende des Beitrags finden Sie weitere Informationen dazu.

 

Akkreditierungsumfang der Quality Austria

Der Akkreditierungsumfang der Quality Austria in der Personenzertifizierung ist in der Beilage zum Bescheid GZ.: BMWFJ-92.716/0151-I/12/2013 geregelt und umfasst acht Personenzertifizierungsverfahren. Damit hat die Quality Austria den umfangreichsten Akkreditierungsumfang im Kontext Managementsysteme. Als akkreditierte Stelle hat die Quality Austria seitens der Akkreditierung Austria das Personenzertifizierungslogo mit der Prüfnummer (PSID) 0901 erhalten. Dies entspricht auch einer „staatlichen Anerkennung“.

Entsprechende Lehrgangsangebote und Personenzertifikate sind auch mit diesem Akkreditierungslogo gekennzeichnet:

  • Personen im Bereich des Qualitätsmanagements
  • Personen im Bereich des Umweltmanagements
  • Personen im Bereich der Arbeitssicherheit und des Sicherheits- und Gesundheitsschutzmanagements
  • Personen im Bereich des Gesundheitstourismus
  • KTQ-Visitor
  • Personen im Bereich der Corporate Social Responsibility (CSR) und des Nachhaltigkeitsmanagements
  • Personen im Bereich des Bildungsmanagements
  • Personen im Bereich des systemischen Managements, der Unternehmensqualität und Business Excellence

 

Darüber hinaus können für zahlreiche Personenzertifikate auch das analoge EOQ Zertifikat der European Organization for Quality vergeben werden. In Österreich ist nur die Quality Austria als nationaler Repräsentant der EOQ berechtigt, diese EOQ-Zertifikate auszustellen.

 

Wie wird geprüft?

Die schriftliche Prüfung fokussiert auf das Fachwissen und besteht aus Auswahlaufgaben, die in 60 Minuten bearbeitet werden müssen. Die mündliche Prüfung testet die fachlichen, methodischen und personalen-sozialen Kompetenzen des Kandidaten ab. In Gruppenarbeiten sind konkrete Fallbeispiele aus der Praxis zu lösen. Dabei muss jeder Teilnehmer einmal die Gruppe von 3 bis 4 Personen verantwortlich leiten.

Unter "Details zu Prüfungen" am Ende des Beitrags finden Sie weitere Informationen dazu.

 

Mehrfacher Nutzen aus der Kompetenzzertifizierung

Der Nutzen für die Firma und für die Person ist vielschichtig.

  • Das gesamte Verfahren beruht auf einer weltweit anerkannten Norm und wird in Österreich vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft konsequent überwacht. Damit ist aber auch die Anerkennung durch EA (European co-operation for Accreditation) und IAF (International Accreditation Forum) gewährleistet. Inhaber eines qualityaustria Personenzertifikates profitieren somit von der staatlichen Anerkennung und darüber hinaus in vielen Fällen von der europäischen Anerkennung im Rahmen des EOQ-Schemes.
  • Da in den Prüfungen zum Systemmanager oder zum (Lead) Auditor Fallbeispiele im Team zu lösen sind, werden Kompetenzen mehrdimensional geprüft (fachlich, methodisch, personale, soziale Kompetenzen) und die praktische Anwendung des Wissens und damit der Praxistransfer in das eigene Unternehmen gefördert.
  • Die Prüfung stellt eine nachhaltige Form einer Leistungskontrolle dar.
  • Das Personenzertifikat ist einerseits ein Leistungsnachweis, andererseits auch ein Qualitätsnachweis für das Investment in die Aus- und Weiterbildung.
  • Normen fordern die Analyse der Wirksamkeit von Maßnahmen. Ein Kompetenzzertifikat ist ein möglicher Nachweis zur Beurteilung der Wirksamkeit von Schulungsmaßnahmen.
  • Da in der Normung aktuell und noch stärker in der Zukunft, siehe Revisionsprozess ISO 9001 & Co – Kompetenzanforderungen anstelle von Qualifikation treten, wird auch die Personenzertifizierung noch stärker an Bedeutung gewinnen.

Fazit

Im Leistungskern der Managementsysteme hat die Quality Austria Trainings-, Zertifizierungs- und Begutachtungs GmbH in Österreich das umfassendste Personenzertifizierungsprogramm auf Basis der internationalen Norm ISO 17024 inklusive der europäischen EOQ-Anerkennung. Dies stellt ein besonderes Alleinstellungsmerkmal der Quality Austria dar. qualityaustria Personenzertifikate stellen einen Leistungsnachweis dar und genießen eine hohe Glaubwürdigkeit.

Weltweit anerkannte Personenzertifikate

Zertifizierte Systembeauftragte/-manager Qualität

  • erhöhen die Kundenzufriedheit
  • steuern Prozesse effektiv
  • reduzieren Verschwendung

 

Berufsbild

Hier können Sie sich über das Berufsbild des Systembeauftragten/-managers Qualität informieren.

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Zertifizierte Systembeauftragte/-manager Umwelt

  • erhöhen die Rechtssicherheit
  • reduzieren Kosten
  • fördern das Image als umweltfreundliches Unternehmen

 

Berufsbild

Hier können Sie sich über das Berufsbild des Systembeauftragten/-managers Umwelt informieren.

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Zertifizierte Systembeauftragte/-manager Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

  • erhöhen die Rechtssicherheit
  • senken Unfälle
  • fördern die Zufriedenheit der Mitarbeiter

 

Berufsbild

Hier können Sie sich über das Berufsbild des Systembeauftragten/-managers Sicherheit informieren.

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Zertifizierte Auditoren/Lead-Auditoren

  • generieren Mehrwert
  • identifizieren Verbesserungspotentiale
  • fördern Effektivität und Effizienz des Systems und der Prozesse

 

Berufsbild

Hier können Sie sich über das Berufsbild des Auditors/Lead-Auditors informieren.

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Details zu den Grundbegriffen der Personenzertifizierung

So wie es für die Systemzertifizierung die ISO 17021 als weltweit anerkannte Normengrundlage gibt, wurde auch für die Personen- oder Kompetenzzertifizierung eine weltweit anerkannte ISO-Grundlage geschaffen – die ISO 17024. In Österreich ist die Akkreditierung Austria im Wirtschaftsministerium für die Zulassung und jährliche Überwachung von Personenzertifizierungsstellen zuständig.

Eine Personenzertifizierungsstelle muss eine finanziell unabhängige und eigenständige juristische Person (oder Teil einer juristischen Person) mit den entsprechenden nötigen personellen Kompetenzen sein. Ein funktionierendes Managementsystem, beispielsweise auf Basis der ISO 9001 ist eine zwingende Voraussetzung. In der ISO 17024 heißt es: „Die Zertifizierungsstelle muss ein System zur Lenkung von Dokumenten, für die Durchführung interner Audits und für die Managementbewertung haben. Das System muss Vorkehrungen für die kontinuierliche Verbesserung, Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen einschließen.“

Über die Anforderungen an die organisatorischen Struktur heißt es weiter: „Die Zertifizierungsstelle muss so strukturiert sein, dass die interessierten Kreise Vertrauen in ihre Kompetenz, Unparteilichkeit und Integrität haben können. Die Zertifizierungsstelle muss unabhängig und unparteiisch in Beziehung zu ihren Antragstellern, Kandidaten und zertifizierten Personen, einschließlich deren Arbeitgeber und Kunden, sein und muss alle möglichen Schritte unternehmen, um eine ethisch vertretbare Verfahrensweise sicherzustellen.“ Sie muss außerdem „die Leitlinien und die Verfahren für die Erteilung, Aufrechterhaltung, Erneuerung, Erweiterung, Einschränkung des Geltungsbereichs der gewünschten Zertifizierung und Aussetzung oder Entzug der Zertifizierung definieren.“ Und sie muss schließlich auch „ihre Anforderungen, Bewertungen und Entscheidungen über Zertifizierungen auf solche Angelegenheiten beschränken, die sich ausdrücklich auf den Geltungsbereich der gewünschten Zertifizierung beziehen. Die Zertifizierungsstelle muss einen Programmausschuss einsetzen, der für die Entwicklung und Aufrechterhaltung des Zertifizierungsprogramms für jede Art von Zertifizierung verantwortlich ist. Die Zertifizierungsstelle muss Methoden und Abläufe für die Bewertung der Kompetenz der Kandidaten definieren. Sie muss geeignete grundsätzlichen Regelungen und Verfahren für die anfängliche Entwicklung und die weiterführende Aufrechterhaltung dieser Methoden und Abläufe aufstellen.“

Details zu Prüfungen

So wird geprüft:

Die schriftliche Prüfung fokussiert auf das Fachwissen und besteht aus Auswahlaufgaben, die in 60 Minuten bearbeitet werden müssen. Die mündliche Prüfung testet die fachlichen, methodischen und personalen-sozialen Kompetenzen des Kandidaten ab. In Gruppenarbeiten sind konkrete Fallbeispiele aus der Praxis zu lösen. Dabei muss jeder Teilnehmer einmal die Gruppe von 3 bis 4 Personen verantwortlich leiten. Die Ergebnisse sind für die Schlusspräsentation aufzuarbeiten. Für die Lösung des Fallbeispiels stehen 1,5 Stunden zur Verfügung, für die anschließende Präsentation, 8 bis 12 Minuten je Teilnehmer. Jeder Prüfungsteil muss für sich positiv abgeschlossen werden. Es gibt immer zwei Prüfer.

Eine besondere Herausforderung stellt die Prüfung zum Lead-Auditor dar. Sie ist dreigeteilt. Das Fachwissen wird wiederum in einer schriftlichen Prüfung bestehend aus 40 Auswahlaufgaben geprüft. Es folgt die schriftliche Bearbeitung eines praxisnahen Fallbeispiels, bei dem ein Audit simuliert sowie ein Auditplan und ein Auditbericht angefertigt werden müssen. Der dritte Prüfungspart umfasst die mündliche Prüfung in Form einer simulierten Auditsituation (Rollenspiel). Auch hier muss jeder Prüfungsteil für sich positiv abgeschlossen werden.

Die Erfahrung zeigt, dass durch die Prüfung die Teilnehmer schon in den Lehrgangsmodulen mit einer erhöhten Aufmerksamkeit mitwirken und sich im Vorfeld der Prüfungsvorbereitung nochmals intensiv mit dem Stoff auseinandersetzen. Durch die Prüfungssituation sind die Teilnehmer labilisiert und insbesondere durch die Fallstudien wird die Praxisorientierung sowie die Kompetenzentwicklung gefördert wird. Individuelles Feedback unterstützt die persönliche Lernkurve.

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