13. Mai 2020

Klare Position des IFS

Zwischenlösung: IFS Remote Surveillance Check und IFS GMP vor-Ort-Check

Die Corona -Krise stellt uns alle vor große Herausforderungen: gesundheitlich, gesellschaftspolitisch und wirtschaftlich. Einschränkungen betreffen nahezu alle Bereiche unseres Lebens und haben auch Auswirkungen auf Managementsysteme und Zertifizierungsprozesse.

Auch der IFS hat eine klare Position, von der er nicht abweicht und stellt klar, dass ein vollständiges vor-Ort Audit für eine IFS-Zertifizierung eines der IFS- Standards unter dem Dach der ISO/IEC 17065 erforderlich ist. Dies wird damit begründet, dass das IAF ID 3:2011 Dokument zur Verlängerung von Zertifikaten in Krisenzeiten nicht für Normen anwendbar ist, die auf ISO/IEC 17065 :2012 basieren, sondern lediglich für Managementsysteme. Folglich läuft ein gültiges IFS-Zertifikat, wenn es sein Fälligkeitsdatum nach 12 Monaten erreicht hat, automatisch ab. Es gibt keine Möglichkeit, eine Verlängerung zu beantragen.

Audits werden erst wenn die Reisebeschränkungen aufgehoben werden, neu geplant, wobei die Zertifizierungsstellen eine risikobasierte Reihenfolge zur Durchführung der verschobenen Audits festzulegen haben.

Um Unternehmen auch in dieser schwierigen und herausfordernden Situation Unterstützung anzubieten, gibt es die Möglichkeit, freiwillig einen sogenannten IFS Remote Surveillance Check durchzuführen. Dabei geht es in erster Linie darum, das Vertrauen in der Lieferkette in Form einer Bestätigung über die Aufrechterhaltung der unterstützenden Verfahren und der Managementprozesse gegenüber den Kunden zu stärken.

Es wird allerdings ausdrücklich darauf hingewiesen, dass dieser Check nicht akkreditiert ist und dass das Ergebnis keine Auswirkungen auf IFS Zertifizierungsaudits oder IFS Global Markets Assessments hat.

Alternativ angeboten wird ein sogenannter IFS GMP vor-Ort Check, der auf den gleichen Grundsätzen wie der IFS Remote Surveillance Check basiert. Ziel dieser eintägigen, unangekündigten Überprüfung ist es, festzustellen, ob das Unternehmen an dem jeweiligen Standort die IFS-Anforderungen für GMP (Gute Herstellungspraxis) und vor allem die Anforderungen in Hinblick auf die Umsetzung von HACCP und Schädlingsprävention erfüllt. Durch die im Vergleich zu einem vollständigen IFS-Audit kürzere Dauer kann die Durchführung dieses Checks gegebenenfalls schneller ausgeführt werden. Auf diese Weise kann auch während der entstandenen zertifikatslosen Zeit mit einer Bestätigung der Zertifizierungsstelle, die auch im IFS-Portal sichtbar ist, Vertrauen geschafft werden.

Beide Checks können unabhängig voneinander nur von Unternehmen in Anspruch genommen werden, wenn sie bereits IFS-zertifiziert gewesen sind und wenn ein Erneuerungsaudit aufgrund der Corona-Krise nicht termingerecht durchgeführt werden konnte. Unternehmen, die nach einem IFS Global Markets Programm bewertet wurden, können nur einen IFS Surveillance Check, jedoch keinen IFS GMP vor-Ort-Check beauftragen.

Für die Durchführung beider Varianten – die nur zurzeit der Krise gelten und danach nicht mehr angeboten werden – ist die Zertifizierungsstelle zuständig, die auch für den IFS Zertifizierungsprozess verantwortlich ist.

Ansprechperson Lebensmittelsicherheit

Team

Herr DI Wolfgang Leger-Hillebrand

Prokurist Branchenmanagement Lebensmittelsicherheit

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