04. Mrz 2021

Wie sieht die Energiewelt der Zukunft aus?

5 Trends, die die Energiewirtschaft von morgen beeinflussen

In unserer dynamischen Gesellschaft machen neue Entwicklungen und Veränderungen auch vor der Energiewirtschaft keinen Halt. Wodurch wird die Energiewelt von morgen bestimmt? Wir haben gemeinsam mit Andreas Öser, qualityaustria Netzwerkpartner, Auditor und Assessor, einige wesentliche Trends zusammengefasst, die die Energiewirtschaft in den nächsten Jahren beeinflussen werden.

1. Neue Generationen, neue Bedürfnisse

Die heutigen Generationen Y und Z haben in vielerlei Hinsicht unterschiedliche Bedürfnisse und Einstellungen. Das gilt auch für ein ausgeprägtes Bewusstsein für Klimaschutz, Nachhaltigkeit und sparsamen Ressourceneinsatz – nicht Angstmache, wie sie häufig in der medialen Berichterstattung zu finden ist, ist Auslöser für individuelle Handlungen und Entscheidungen, sondern moderne Geschäftsmodelle. Es gilt die Motivation hinter und die Sinnhaftigkeit des Tuns in den Vordergrund zu stellen. Kund*innen werden zu Prosumer*innen, schlüpfen also gleichermaßen in eine produzierende und eine konsumierende Rolle. Übersteigt künftig die Stromproduktion den Bedarf, soll dieser Überfluss sinnvoll anderswo eingespeist werden.

2. Blockchain am Vormarsch

Die Blockchain-Technologie unterstützt diesen obenstehenden Trend. Ein aktuelles Praxisbeispiel: Der österreichische Energiedienstleister, Wien Energie sowie das Startup Riddle & Code ermöglichen mittels innovativer Blockchain-Infrastruktur ein Peer-to-Peer Trading zwischen Nachbar*innen. Je nach Bedarf wird der Strom unter den Bewohner*innen aufgeteilt. Ist überschüssige Energie vorhanden, wird diese sozusagen ans nächste Haus weitergeleitet. Derartige Geschäftsmodelle können künftig mittels dem Einsatz von u. a. Blockchain-Technologien und weiteren digitalen Prozessen vollautomatisiert ablaufen.

3. E-Mobilität

Galten E-Autos zunächst als Nischenthema, sind sie längst nicht mehr zu bremsen und in der breiten Masse angekommen – der Trend geht mittels betrieblichem und privaten E-Sharing auch verstärkt hinzu noch mehr Akzeptanz am Mobilitätsmarkt. Auch Unternehmen und Organisationen, fernab der Automobilindustrie, mischen mittlerweile am E-Markt mit.

So stellen viele Hotels wie auch Fast Food-Gigant McDonalds Ladesäulen auf Restaurant-Parkplätzen zur Verfügung und positionieren sich somit als unterstützende Player in der Mobilitätsindustrie. Der Telekommunikationsanbieter A1 wandelt die heutzutage größtenteils ungenutzten Telefonzellen in Österreich bereits in E-Tankstellen für elektrotaugliche Fahrzeuge um.

4. Eco-Delivery

Besonders in Zeiten geschlossener Restaurants und verkürzter Öffnungszeiten des Handels sowie Empfehlungen zur Einschränkung sozialer Kontakte steigt die Nachfrage nach Lieferservices – viele Unternehmen haben sich schon lange auf nachhaltigere Geschäftsmodelle, wie etwa dem Transport mittels Fahrrad entschlossen. Auf der gegenüberliegenden Seite boomen jedoch Unternehmen, die mit „Same Day Deliveries“ oder den schnellsten Zustellzeiten überzeugen. Künstliche Intelligenz (KI) ist – wie in vielen anderen Geschäftsmodellen – auch hier am Vormarsch: von der Vorwegnahme von Bestellungen auf Basis der Historie über Optimierung der Effizienz geplanter Routen bis zur Verwaltung von Lieferungen. Teils enorme Einsparungen werden mittels KI in den nächsten Jahren erwartet.

5. Circular Fashion

Die Modebranche hat nicht nur aufgrund von viel Abfallproduktion einen schlechten Ruf, sondern auch die Herstellung selbst und weltweiter Transport sorgen für immens hohe Treibhausgase.

Ein Umdenken ist gefordert – und auch bereits im Gange: ein kreislauffähiges Denken ist auch hier angekommen. So wird vielerorts bereits bei der Produktion eine verlängerte Lebensdauer der Kleidungsstücke angedacht und diese so hergestellt, dass Kleidung recycelt, repariert oder für eine anderweitige Nutzung umfunktioniert werden kann.

Mit Vorsicht zu genießen

Aber die Energiewende bringt nicht nur Chancen, sondern auch Risiken mit sich. Umso mehr Energie, umso höher auch die Gefahr von Blackout-Szenarien – dies betrifft auch alternative Energieressourcen, wie Wind- und Wasserkraft. Gleichzeitig gilt es zu berücksichtigen, dass mit der stetig zunehmenden Entwicklung von hoch- und niederfrequenten Spannungen auch diverse Einflüsse auf unsere Gesundheit anzudenken ist. Nicht zuletzt bewegen sich sämtliche Innovationen in einem Spannungsdreieck aus Zeit – Kosten – Qualität. Ein Faktor hat immer überhand und siegt über die jeweils anderen Faktoren.

Autor

 

Andreas Öser, BSc MSc

qualityaustria Netzwerkpartner, Auditor und Assessor

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