02. Okt 2018

SDG-Ziele als Orientierung für die strategische Entwicklung

Bezahlbare und saubere Energie

Auch wenn bereits einige führende Unternehmen in ihrer strategischen Ausrichtung auch die SDG-Ziele heranziehen, sind diese vielen Unternehmen noch nicht bekannt. Quality Austria hat in der letzten qualityaustria Times begonnen, einzelne Ziele vorzustellen. Wir haben bewusst mit dem Ziel 13 – Maßnahmen zum Klimaschutz begonnen. Eng verknüpft ist damit das SDG-Ziel 7. Damit wollen wir heute fortsetzen.

 

SDG steht für Sustainable Development Goal. Die UN hat hier 17 Hauptziele im September 2015 publiziert und damit eine Agenda bis 2030 festgelegt. Die 17 Hauptziele gliedern sich 169 Unterziele. Verbund AG, Lenzing, hollu Systemhygiene AG oder die Innsbrucker Kommunalbetriebe AG sind nur wenige Beispiele von österreichischen Unternehmen, die die SDGs in ihre strategische Planung eingebunden und die für sie relevanten z.B. in Nachhaltigkeitsberichten auch referenziert haben.

 

SDG 7 – Bezahlbare und Saubere Energie

Das SDG Ziel sieht das Jahr 2030 als Meilensteinjahr. Zahlreiche Unterziele werden mit diesem Jahr verknüpft. Wesentliche Ziele sind den Anteil Erneuerbarer Energie im globalen Energiemix bis 2030 signifikant zu erhöhen. Die Energieeffizienz soll verdoppelt werden. Der Zugang zu modernen und verlässlichen Energieservices soll sichergestellt werden.

 

Daten und Fakten in Österreich

Seit 2005 ist in Österreich der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergieverbrauch von 23,9 % auf 32,8 % im Jahr 2015 gestiegen. Der österreichische Zielwert von 34 % bis 2020 wird voraussichtlich erreicht werden (Quelle: Beiträge der Bundesministerien zur Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung durch Österreich, Darstellung 2016, S. 23). Damit liegt Österreich bereits im Europäischen Vergleich an vierter Stelle nach Schweden, Lettland und Finnland. In der vorliegenden Klima- und Energiestrategie mission 2030 ist als zentrales Ziel für Österreich formuliert, 2030 nur noch Strom aus Erneuerbarer Energie bereitzustellen.

 

Was können Managementsysteme leisten?

In vielen ISO 14001 zertifizierten Unternehmen stellt Energie einen wesentlichen Umweltaspekt dar, einerseits im Hinblick auf den Ressourcenverbrauch, andererseits im Hinblick auf CO2-Emissionen, NOx-Emissionen, etc. In der ISO 50001 liegt der Fokus auf Energiemanagement und Verbesserung der energiebezogenen Leistung, dh Steigerung der Energieeffizienz. Die ISO 50001 zielt aber auch darauf ab, einen Beitrag zur Reduktion von klimaschädlichen Gasen zu leisten. In GRI, ONR 192500, eccos22 wird das Thema relevant, wenn die Wesentlichkeitsanalyse der Themen und der Anforderungen sowie Erwartungen der interessierten Parteien der Klimawandel und die Nutzung von Energie als wesentlich vom Management herausgearbeitet hat.

Diese Managementsysteme oder Methoden unterstützen einen systematischen, zielorientierten und konsequenten Ansatz, in dem klima- und energierelevanten Fragestellung:

  1. in der Strategie berücksichtigt,
  2. in die Geschäftsprozesse integriert,
  3. durch die Planung und Umsetzung von Aktionsplänen
  4. und dir wirksame Umsetzung bewertet wird.

Aktuelle Gespräche mit externen Energieauditoren zeigen, dass einige Unternehmen bis dato die Maßnahmen aus den Energieaudits nach EN 16247 aus dem Jahr 2015, ausgelöst durch das Bundesenergieeffizienzgesetz (EEffG), nicht umgesetzt haben. Vier Jahre lang lagen die berechneten Maßnahmen in den Schubladen. Warum?

Managementsystem wirken hier nachhaltiger und führen zum langfristigen Erfolg, weil sich die Unternehmen zur fortlaufenden Verbesserung verpflichten und hier auf den Zyklus Plan-Do-Check-Act zurückgreifen.

Risiken und Chancen

Die Chancen liegen auf der Hand und überwiegen nach unserer Auffassung:

  • Regionale Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien
  • Signifikante Reduktion von klimarelevanten Gasen
  • Reduktion anderer Schadstoff-Emissionen
  • Reduktion der Energiekosten durch Steigerung der Energieeffizienz
  • Langfristiger Erfolg für Unternehmen durch Kostenreduktion, höhere Mitarbeitermotivation, besseres Image

Relevante Unterziele für Unternehmen

SDG 7.3 Verdoppelung der Energieeffizienz bis 2030

  • Wie sieht Ihr Energiemix aus?
  • Wie hoch ist der Anteil Erneuerbarer Energie in Ihrem Stromeinkauf?
  • Ist das SDG-Ziel 7 für Ihre strategische Planung relevant?
  • Könnte die Diskussion dieses Ziels in Ihrer Organisation neue Impulse auslösen? Haben Sie schon Maßnahmen geplant?

Ihre Ansprechpartner im Bereich Umwelt & Energie

Team

Herr DI Axel Dick, MSc

Prokurist Business Development Umwelt und Energie, CSR

Netzwerkpartner

Herr Ing. Wolfgang Hackenauer, MSc

Netzwerkpartner, Produktexperte Umwelt und Energie

Netzwerkpartner

Herr DI Peter Sattler, MAS

Netzwerkpartner, Produktexperte FSC CoC, PEFC CoC und ISO 38200

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+43 732 34 23 22