25. Nov 2019

Spezielle Kompetenzen werden erforderlich.

Verbesserung von Umweltleistungen

Viele Organisationen sind schon mit erforderlichen Umweltleistungsverbesserungen zu den Kontextthemen (Einflussfaktoren auf die Geschäftstätigkeiten) wie Mobilität, Verbesserung des Carbon Footprint (Organisation bzw. Produkt) bzw. Kreislaufwirtschaft konfrontiert worden.

Das gelingt meist nur, wenn die erforderlichen Kompetenzen zur Verfügung stehen.

Die EN ISO 14001:2015 Umweltmanagementsysteme – Anforderungen mit Anleitung zur Anwendung – bietet gerade für die Umweltherausforderungen eine wertvolle Grundlage für die Bestimmung der erforderlichen Kompetenz.

Was wird unter Kompetenz verstanden?

3.3.1 Kompetenz

Fähigkeit Wissen und Fertigkeiten anzuwenden, um beabsichtigte Ergebnisse zu erzielen.

In der weiterführenden Betrachtung zum Thema Kompetenz verbinde ich mit dem Begriff „Wissen“ (ist in der ISO 14001 nicht definiert) mit einer „verfügbaren Sammlung von Informationen, die eine berechtigte Überzeugung darstellen und mit großer Sicherheit wahr sind“ (Anmerkung: so sollte Wissen ursprünglich in der ISO 9000 – Begriffsnorm zur ISO 9001 definiert werden) – kurz: verfügbare Sammlung von Informationen.

Wo taucht in der Norm der Begriff Wissen explizit auf?

4.4 Umweltmanagementsystem

Um die beabsichtigten Ergebnisse – einschließlich der Verbesserung ihrer Umweltleistung – zu erreichen, muss die Organisation entsprechend den Anforderungen dieser Internationalen Norm ein Umweltmanagementsystem aufbauen, verwirklichen, aufrechterhalten und fortlaufend verbessern, einschließlich der benötigten Prozesse und ihrer Wechselwirkungen.

Die Organisation muss das in 4.1 und 4.2 gewonnene Wissen berücksichtigen, wenn sie das Umweltmanagementsystem aufbaut und aufrechterhält.

4.1 „Verstehen der Organisation und ihres Kontextes“ sowie 4.2 „Verstehen der Erfordernisse und Erwartungen interessierter Parteien“ werden im Zusammenhang mit Wissen also direkt adressiert.

Aufgrund der Begriffsdefinition „Kompetenz“ steckt natürlich hinter jeder Anforderung zum Thema Kompetenz auch der Begriff Wissen (Fähigkeit Wissen anzuwenden).

Was sind nun beabsichtigte Ergebnisse eines Umweltmanagementsystems?

1. Anwendungsbereich

Diese Internationale Norm legt Anforderungen an ein Umweltmanagementsystem fest, das eine Organisation zur Verbesserung ihrer Umweltleistung verwenden kann.
[ ]
Diese Internationale Norm unterstützt eine Organisation dabei, die beabsichtigten Ergebnisse ihres Umweltmanagementsystems zu erreichen, und damit einen Mehrwert für die Umwelt, die Organisation selbst und für interessierte Parteien zu bieten. In Übereinstimmung mit der Umweltpolitik der Organisation schließen die beabsichtigten Ergebnisse eines Umweltmanagementsystems Folgendes ein:

  • Verbesserung der Umweltleistung
  • Erfüllung von bindenden Verpflichtungen
  • Erreichen von Umweltzielen

Was fordert der Standard nun zum Thema Kompetenz?

7.2 Kompetenz

Die Organisation muss:

a) für Personen, die unter ihrer Aufsicht Tätigkeiten verrichten, welche die Umweltleistung der Organisation und ihre Fähigkeit, ihre bindenden Verpflichtungen zu erfüllen, beeinflussen, die erforderliche Kompetenz bestimmen;
[ ]
Die Anforderungen beziehen sich sehr stark auf Personen, die Tätigkeiten ausüben, die die Umweltleistung der Organisation und die Erfüllung der bindenden Verpflichtungen (rechtliche Verpflichtungen und andere Anforderungen) beeinflussen können. Für diese Tätigkeiten muss die erforderliche Kompetenz bestimmt werden. Mit der Bestimmung der erforderlichen Kompetenz muss nun auch mitberücksichtigt werden, welches Wissen es gilt anzuwenden und wo dieses Wissen verfügbar ist bzw. generiert werden kann.

Rezeptur zur Ermittlung der erforderlichen Kompetenz

Organisationen müssen die beabsichtigten Ergebnisse des Umweltmanagementsystems (z. B. Verbesserung der Umweltleistung im Zusammenhang mit Umweltaspekten – Mobilität, CO2-Fußabdruck von der Organisation oder dem Produkt, Kreislaufwirtschaft) festlegen. Also, wo will man messbar besser werden.

Zu diesen Themen muss nun Wissen beschafft werden und dieses muss dann auch entsprechend angewendet werden. Bei nun folgenden Veranstaltungen der Quality Austria können wesentliche Informationen eingeholt werden und man übt auch die Anwendung dieser einschlägigen Informationen.

Trainingstipps im Überblick

Seminar E-Mobilität für Betriebe – Faktencheck statt Fake News
Start: 23. Jänner 2020 in Wien
Zur Anmeldung

Seminar Grundlagen zu Life Cycle Assessment und Carbon Footprinting
Start: 19. – 20. November 2020 in Wien
Zur Anmeldung

Seminar Cradle to Cradle® und ISO-Konzepte zur Förderung der Kreislaufwirtschaft
Start: 28. – 29. Mai 2020 in Wien
Zur Anmeldung

Autor

Netzwerkpartner

Herr Ing. Wolfgang Hackenauer, MSc

Netzwerkpartner, Produktexperte Umwelt und Energie

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