15. Okt 2021

Verschwendung einerseits, Hunger andererseits

Welthungertag

Alljährlich findet am 16. Oktober der Welternährungstag/Welthungertag statt, der uns alle darauf aufmerksam machen soll, dass die Welternährungssituation kritisch ist und Hunger in der Welt nach wie vor ein drastisches Problem darstellt. Weltweit leiden rund 768 Millionen Menschen (Stand 2020) an Hunger und haben keine Möglichkeit ihre Grundbedürfnisse ausreichend zu befriedigen. Für uns, die wir im Überfluss leben und uns sogar Gedanken über Lebensmittelverlust und -verschwendung machen müssen, ist die ausreichende Versorgung mit Lebensmitteln nichts Besonderes. Für viele unserer Mitmenschen ist jedoch der tägliche Mangel zum alltäglichen Kampf ums Überleben geworden.

Dass Lebensmittel als Mittel zum Leben keine Selbstverständlichkeit sind und es an uns allen liegt, mit den Ressourcen, die uns zur Verfügung stehen, achtsam umzugehen, diese fair zu verteilen und verzichten zu lernen, darauf soll der Welternährungstag aufmerksam machen. Angesichts der Tatsache, dass die Weltbevölkerung in den kommenden Jahren drastisch wachsen wird und Themen wie Klimawandel, demographischer Wandel, Migration, ökologische Schäden und soziale Ungleichheit komplexe Herausforderungen für uns alle darstellen, wird es künftig nicht einfacher, die Probleme in der Versorgung der wachsenden Weltbevölkerung zu lösen.

Weltweit wird rund ein Drittel aller produzierten Lebensmittel weggeworfen. Konkret landen 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel pro Jahr im Müll oder stellen Verluste entlang der Wertschöpfungskette dar. Weggeworfene Lebensmittel sind nicht nur ethisch schwer bedenklich, sondern sie verursachen auch negative Auswirkungen auf die Umwelt, da sie in der Regel rohstoffintensiv und u. a. unter Einsatz von Düngemitteln und Pestiziden produziert, über viele Kilometer transportiert, oftmals gekühlt gelagert und unter Verbrauch weiterer Ressourcen zu hochwertigen Produkten verarbeitet werden. Ein Drittel der weltweiten Treibhausgasemissionen geht auf das Konto der Landwirtschaft. Wenn diese dann weggeworfen werden, kommt die energie- und kostenintensive Entsorgung dazu. Österreichische Haushalte vernichten pro Jahr rund 157.000 Tonnen Lebensmittel. Das entspricht einem Wert von ca. 300 bis 400 Euro pro Haushalt pro Jahr.

Bewusstsein steigern

Machen wir uns bewusst, dass Lebensmittel wertvoll sind und leisten wir alle einen Beitrag dazu, Verschwendung und Vernichtung zu vermeiden, gehen wir achtsam mit unseren Lebensmitteln um – sowohl als Mitarbeiter*innen, die einen Einfluss auf die Herstellung von Lebensmitteln haben, als auch ganz persönlich privat im eigenen Haushalt.

Die Gewährleistung von Lebensmittelqualität, -legalität und -sicherheit ist ein Grundprinzip in allen Lebensmittelsicherheitsnormen und -standards. Die Einhaltung dieser Prinzipien und die damit zusammenhängende laufende Optimierung von internen Abläufen und Prozessen verbunden mit einem hohen Bewusstsein für Lebensmittelsicherheit und Qualität sind entscheidende Erfolgsfaktoren, Verschwendung von Lebensmitteln zu unterbinden und Umweltauswirkungen zu reduzieren.

Autorin

Netzwerkpartner*in

Frau Mag. Elisabeth Voltmer

Netzwerkpartnerin, Produktexpertin Trainings Lebensmittelsicherheit

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