28. Okt 2019

Rediscovering Quality.

EOQ Kongress 2019

Mit 600 Teilnehmern zeigte sich, dass das Interesse für „Rediscovering Quality“, dem heurigen Motto des EOQ Kongresses in Lissabon, ausgesprochen groß war. Die EOQ, European Organization for Quality, ist seit über 50 Jahren das Netzwerk für Qualitätsvereinigungen in Europa und setzt Standards in der Definition von Kompetenzen für Qualitätsberufe.

Bild: EOQ Kongress 2019 in Lissabon

Das Konferenzmotto „Rediscovering Quality“ selbst wurde von den internationalen Speakern kritisch hinterfragt: „Wer hat den Fokus auf Qualität verloren? Nur die anderen? Oder wir Qualitätsmanager selbst?" Im regen Austausch wurde festgestellt, dass es mehr darum geht, die neuen Anforderungen von Qualität und für Qualitätsmanager in der Zukunft zu entdecken. Genau dieses Thema griff Anni Koubek, Prokuristin Innovation, Business Development Zertifizierung Qualität, Quality Austria, in ihrem Vortrag „The future of quality: new and old challenges“ auf, indem sie auf künftige Entwicklungen und wie diese das neue Qualitätsverständnis prägen werden einging. Die Trends sind, so Koubek, Digitalisierung, Agilität und Kreislaufwirtschaft. Ihrer Ansicht nach steht im Fokus, wie Qualitätsmanager diese Zukunftsthemen umsetzen und wie relevante Normen, allen voran die ISO 9001, diese Themen aufgreifen werden.

Der Mensch im Mittelpunkt

Gerd Hartinger, Geschäftsführer, Geriatrische Gesundheitszentren Graz (GGZ), arbeitete in seinem Vortrag künftige Entwicklungen aus Sicht der Medizinbranche heraus. Die leitende Frage seines Vortrages war: „Was sind die Erfolgsfaktoren im Gesundheitswesen des 21. Jahrhunderts?" Die Analyse des Best Practice Beispiels GGZ zeigt, dass die langfristige Denkweise und das „Dranbleiben“, wie es Hartinger nannte, die Schlüssel zum Erfolg wären.

Bild: Gerd Hartinger von den GGZ beim EOQ Kongress 2019.

„Wenn etwas nicht funktioniert oder nicht die gewünschten Ergebnisse bringt, darf man nicht aufgeben, sondern muss neue Wege versuchen“, so Hartinger. Und essenziell sei es, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Dabei bezieht er sich nicht nur auf die Patienten in den Gesundheitseinrichtungen, sondern auch auf die Mitarbeiter. Nur so könne die Begeisterung für Qualität sichergestellt werden. Diese Qualität wurde bei den GGZ mehrfach ausgezeichnet, wie zum Beispiel mit dem Pflegequalität Award, dem Marketing Award Steiermark und dem Klinik Award (Auszug 2019).

Die richtige Kombination von Methoden

Die GGZ nahmen im letzten Jahr mit neun weiteren Unternehmen am Open Foresight Projekt „Qualität 2030“ teil, das von der Quality Austria in Zusammenarbeit mit dem Institut für Integrierte Qualitätsgestaltung der Johannes Kepler Universität Linz initiiert wurde.

Open Foresight stellt einen neuen Ansatz der strategischen Früherkennung dar, in der organisationsübergreifend in einem gemeinsamen Analyse- und Diskussionsprozess künftige Entwicklungen antizipiert und strategische Schlussfolgerungen abgeleitet werden. Melanie Wiener, Postdoctoral Researcher, Johannes Kepler Universität Linz und Projektleiterin "Qualität 2030", präsentierte beim EOQ Kongress Einblicke in das Projekt und stellte diesen Ansatz ausführlich vor.

Bild: Melanie Wiener von der JKU beim EOQ Kongress 2019.

„Es geht um die richtige Kombination von Methoden. Wir hatten den Fokus auf Zukunftsworkshops, Keynotes und Experteninterviews gelegt und vor allem planten wir die Interaktion zwischen den Teilnehmern. Es geht schließlich um den gegenseitigen Austausch von Know-how. Verschiedene Branchen haben unterschiedliche Geschwindigkeiten und während einige Unternehmen beim Thema Digitalisierung Vorreiter sind, sind andere Unternehmen bei Circular Economy tonangebend und können hier von ihren Erfahrungen berichten“, so Melanie Wiener. Ein Jahr lang beschäftigten sich die teilnehmenden Unternehmen in Open Foresight Workshops mit Zukunftsthemen und erarbeiteten gemeinsam ein Zukunftsradar mit den wichtigsten Entwicklungen hinsichtlich Qualität. Detaillierte Einblicke in die Ergebnisse erwarten die Teilnehmer exklusiv beim qualityaustria Forum am 18. März 2020 in Salzburg.

Ansprechpartner Integriertes Managementsystem

Team

Herr Eckehard Bauer, MSc

Prokurist Business Development für Risiko- und Sicherheitsmanagement, Business Continuity, Verkehr

Team

Herr DI Axel Dick, MSc

Prokurist Business Development Umwelt und Energie, CSR

Team

Frau Mag. Dr. Anni Koubek

Prokuristin Innovation, Business Development Zertifizierung Qualität

Netzwerkpartner

Herr Dipl.-Wirtsch.-Ing. (FH) Johann Russegger, MBA

Netzwerkpartner, Produktexperte Trainings Integriertes Managementsystem, Qualität

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