31. Jan 2022

Neues Jahr – Neue Trends

Was 2022 auf das Qualitäts­management zukommt

Die Erwartungen an ein Qualitätsmanagementsystem „am Puls der Zeit“ und die damit verbundenen Aufgaben nehmen stetig zu. Qualitätsmanager*innen müssen mit den geänderten Bedürfnissen und Trends Schritt halten, um der Organisation eine möglichst hohe Wertschöpfung zu verschaffen.

Neben fachlichem Know-how ist auch das Managen diverser Schnittstellen – etwa zu Bereichen wie Umwelt (Stichwort Kreislaufwirtschaft) oder einem gewissen Maß an Arbeits- und Produktsicherheit – immer wichtiger. Den digitalen Wandel bzw. die damit einhergehenden Datenmengen zu beherrschen und zu interpretieren nimmt ebenso stetig an Bedeutung zu.

Wie muss ein Qualitätsmanagement in der Zukunft also aussehen? Welche Anforderungen gilt es zu berücksichtigen? Welche Trends sind am Vormarsch?

Ein wichtiger Faktor in der Entwicklung des Qualitätsmanagements ist der Einfluss neuer Technologien und vice versa. Digitalisierung spielt in nahezu allen gesellschaftlichen und beruflichen Bereichen eine große Rolle – so selbstverständlich auch im Qualitätsmanagement von morgen.

„Leider hinkt die Digitalisierung in Qualitätsthemen in Unternehmen anderen Bereichen, wie Marketing oder Produktion, eher hinterher“, so Mag. Dr. Anni Koubek, Prokuristin Innovation, Business Development Zertifizierung Qualität, Quality Austria. Andererseits gibt es Vorreiter*innen, die Daten bereits über den gesamten Wertschöpfungszyklus hin integrieren und dadurch auch Ihre Ergebnisse verbessern können.

„Mit der Digitalisierung kommt eine große Veränderung bezüglich der Datenmengen auf Unternehmen und die jeweiligen Qualitätsmanager*innen zu. Die immer stärker werdende Vernetzung von Sensoren, Anlagen, Produkten, Prozessen und Benutzer*innendaten führt zu mehr, komplexeren Daten, die es transparent zu bewältigen und analysieren gilt – und das am besten automatisiert!“, so Anni Koubek weiter. Mit der steigenden Datenmenge intelligenter Produkte wächst auch das Wissen über Einsatz, Materialflüsse und Kund*innenanforderungen. Gleichzeitig zwingen IT-Technologien wie das Internet of Things, Big Data und Künstliche Intelligenz, das Qualitätsmanagement dazu, neue Methoden einzusetzen und agile Arbeitsformen anzunehmen.

„All diese Entwicklungen bzw. daraus gewonnenen Informationen helfen wiederum, fortgeschrittene Methoden im Qualitätsmanagement und der Qualitätssicherung einzusetzen oder etwa noch besser auf Bedürfnisse am Markt einzugehen.“

Um in die Situation zu kommen, diese große Menge an Daten auch tatsächlich nutzbringend für das Unternehmen einsetzen zu können, haben auch Qualitätsmanager*innen eine Reihe wichtiger Beiträge zu leisten. Das beginnt bei der vertrauten Aufgabe, die Prozesse, aus denen die Daten stammen, für alle wichtigen Stakeholder im Unternehmen so zu modellieren, dass sinnvolle „digitale Fragestellungen“ an den Datenstrom erst gestellt werden können. Dazu wird es in einem weiteren Aufgabenfeld stellenweise auch nötig sein, die Qualität der bereitgestellten Informationen zu überprüfen und nötigenfalls Verbesserungsschritte zur Erhöhung und Absicherung der Informationsqualität zu setzen.

Schließlich verlangt auch der Output von vielerorts eingesetzten prädiktiven Modellen nach einem qualitativ hochwertigen „quality reality check“ – egal, ob er nun aus der „klassischen Statistik“ oder dem KI-Modell stammt: So wie in der analogen Welt ein Grundverständnis für die Prozesse der Bereitstellung von Produkten und Dienstleistungen die Basis für sinnvolle QM-Interventionen ist und bleibt, so wird in den digitalisierten Prozessen ein Grundverständnis für die Applikationen und algorithmischen Modelle zum Trademark geschätzter Qualitätsmanager*innen gehören.

Auf der „Soft Skill“ Seite bringt uns die Digitalisierung ebenfalls Veränderungen: Das Arbeiten in virtuellen Umgebungen und Teams wird auch nach der COVID-19 Pandemie bestimmend bleiben. Hier benötigen Qualitätsmanager*innen Fähigkeiten im „Digital Leadership“, damit Verbesserungsprojekte effektiv gestaltet werden. Zusätzlich wird Agilität im Qualitätsmanagement ein wichtiger Faktor, um sich rasch ändernde Anforderungen und komplexe Herausforderungen zu bewältigen.

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Hier finden Sie unsere brandneue Produktgruppe „Digital Economy“ – diverse Seminare, Trainings und Workshops vermitteln Ihnen alle wichtigen Informationen, um digital fit zu werden!

Einen umfangreichen Überblick bietet außerdem die Lehrgangsreihe Qualitätsmanagement. Teilnehmer*innen erhalten ein umfassendes Wissen zu den aktuellen Themen und werden somit passend auf die neuen Herausforderungen vorbereitet.

Ihre Ansprechpersonen

Team

Frau Mag. Dr. Anni Koubek

Prokuristin Innovation, Business Development Zertifizierung Qualität

Netzwerkpartner*in

Herr DI Michael Lucyshyn

Netzwerkpartner, Produktexperte Six Sigma und Statistik

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