07. Apr 2020

Wir verlieren keine Zeit

Quality Austria setzt seit Wochen erfolgreich auf virtuelles Lernen

Schon Aristoteles wusste: „Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.“ Genau das haben wir in der Quality Austria aufgrund der aktuellen Situation in den letzten Wochen getan. Wir haben keine Zeit verloren und unsere Segel anders gesetzt.

Seit dem 23. März 2020 finden unsere Trainings ONLINE statt. Dies wird bis Ende April so beibehalten. Trainings ab Mai werden derzeit als virtuelle Kurse geplant, die finale Entscheidung, ob diese ebenso online abgehalten werden, fällt am 14. April – je nach Maßnahmenpaket der Bundesregierung. Wir haben eine Vielzahl an virtuellen Trainings mit unterschiedlichsten Branchenschwerpunkten, wie beispielsweise Qualität, Lebensmittelsicherheit, Medizinprodukte oder Risiko, umgesetzt. Dass diese Umstellung so erfolgreich und so schnell vorgenommen werden konnte, ist eine Teamleistung, auf die wir sehr stolz sind. Einen Überblick finden Sie hier.

Unsere Netzwerkpartner und Trainer waren sofort offen für die neue Herausforderung und haben sich schnell im neuen Online-Tool zurechtgefunden. Wir haben einen zuverlässigen IT-Support eingerichtet, auf den sich auch unsere Trainingsteilnehmer verlassen können. Die Teilnehmer haben sich auf die Veränderung eingelassen und die Chance genutzt, im Homeoffice ihre Qualifikation zu vertiefen oder weiter auszubauen. Heute möchten wir eine erste Zwischenbilanz ziehen.

Viele stellen sich die Frage, wie ein virtuelles Training abläuft. Was braucht man dafür? Wie funktioniert das mit Gruppenarbeiten? Kann man überhaupt aktiv mitarbeiten oder lässt man sich berieseln?

Wir haben sowohl unsere Trainer als auch unsere Teilnehmer dazu befragt.

Teilnehmersicht

Teilnehmerin Caterina Caira, BA, Interlingua Language Services-ILS GmbH:
Ich fand die Organisation rund um das virtuelle Training sehr professionell. Vor allem auch, wenn man bedenkt, dass die Vorbereitungszeit doch eine sehr kurze war. Das ist wirklich optimal abgelaufen.“
Auch Michael Scherz, MAPLAN GmbH, schließt sich dieser Meinung an und würde – wenn er es auf einer Skala von 1-10 bewerten müsste, 9 Punkte geben.

Andreas Krappinger, Vereinigte Kärntner Brauereien AG:
Das virtuelle Training ist auf fast ähnlichem Niveau wie die Vor-Ort-Einheiten. Die Präsentationen und auch die ganze Ausarbeitung sind so aufgebaut, dass man es auch virtuell machen kann.“
Dem schließt sich Caterina Caira an und hebt hervor, dass „die Struktur trotzdem so beibehalten und durchgegangen wurde wie sie auch bei einem Training vor Ort gewesen wäre.“

Der Einstieg und die Orientierung im verwendeten Tool (WebEx) lief für die meisten Teilnehmer problemlos. Auch Moodle ist für viele Teilnehmer nicht (mehr) unbekannt.
Wir kombinieren derzeit vermehrt diese beiden Plattformen, um unsere Kursteilnehmer bestmöglich zu unterstützten und zeigen ihnen bei Bedarf vorab, wie alles funktioniert.

Tipps unserer Teilnehmer:

  • Drucken Sie Ihr Skript und weitere Unterlagen vorab aus und schlagen Sie ggf. Inhalte nach.
  • Verwenden Sie Kopfhörer oder ein gutes Headset, denn die Audioqualität ist damit besser und schirmt die Umgebungsgeräusche ab.
  • Kurze Pausen tun gut, um sich die Füße zu vertreten. Dann kann man sich wieder besser konzentrieren.

Gruppenarbeiten – geht das überhaupt?

Wir haben von Einzelarbeiten rasch auf Gruppenarbeiten umgestellt. Da war dann tatsächlich mehr der Gruppenaspekt dabei und man konnte die Aufgaben gemeinsam machen. Es hat dann tatsächlich so etwas wie einen Gruppenzusammenhalt gegeben.“, meint Caterina Caira. Diese Erfahrung hat auch Michael Scherz gemacht, der betont: „Was sehr positiv war ist, dass die Trainerin gleich auf unser Feedback eingegangen ist und wir in der Gruppe üben konnten. Wir hatten zwei Gruppen mit einem virtuellen Extra-Raum – das hat sehr gut funktioniert.“

Andreas Krappinger, Vereinigte Kärntner Brauereien AG: „Es ist sofort in Richtung „interaktiv“ gegangen. Was dabei sicherlich sehr gut geholfen hat, waren eingebaute Projektarbeiten, die wir dann gemeinsam virtuell gemacht haben. Dadurch hat man sich auch persönlich kennengelernt und ausgetauscht.

Die Atmosphäre im virtuellen Training wurde als gut empfunden und es haben sich gewisse Dynamiken entwickelt. Laut unseren Teilnehmerfeedbacks kam die Kommunikation nicht zu kurz, es wurde diskutiert, gefragt und auch in den Pausen geplaudert.

Michael Scherz hob die Kommunikation und die Kompetenz der Trainerin positiv hervor:
Ich habe sogar ein paar Fragen mitgenommen, die wir vorher firmenintern abgestimmt hatten, weil wir unser System leicht umstellen. Die Fragen konnte die Trainerin alle beantworten, somit wurden Unklarheiten beseitigt.

Resümee – hat es sich gelohnt am Online-Training teilzunehmen?

Für Michael Scherz hat sich der Trainingsbesuch auf alle Fälle ausgezahlt:
Ich fühle mich besser vorbereitet, habe ein besseres Bauchgefühl und kann mich jetzt nach dem Kursbesuch auch besser einbringen. Ich habe schon einige Ideen, was wir machen könnten. Dafür, dass es ein kompakter Qualitätsmanagement-Kurs war, war sehr viel Information dabei, die ich jetzt auch direkt in der Praxis verwenden kann.“

Für Andreas Krappinger war das Training selbst ein „Grundlagen-Know-how-tanken“, das sich ausgezahlt hat. Besonders positiv für ihn: die Kompetenz des Trainers. „Ich bin sehr froh, dass die Quality Austria Trainer mit einem hohen und breiten Wissensstand und auch gleichzeitig einem langjährigen Know-how dahinter, sprich einer langjährigen Kompetenz, einsetzt. Aufgrund dessen konnten die Inhalte sehr gut übermittelt und auch für Laien sehr gut und verständlich rübergebracht werden.

Auch Caterina Caira nimmt viel mit und erklärt dazu „Ich bin wirklich komplett neu auf diesem Gebiet und es gibt in unserem Unternehmen auch keinen Vorgänger. Diese Zertifizierung wird zum ersten Mal angestrebt. Somit war es wichtig, Informationen in diesem Bereich zu erhalten. Hier war ein Kurs sehr hilfreich, anstatt sich alles in einem Selbststudium zusammenzusuchen. Ich weiß jetzt, wie ich für das Unternehmen weiter vorgehen muss und wie die nächsten Schritte aussehen, um die Zertifizierung zu erhalten.

Alle unsere Teilnehmer können einen virtuellen Trainingsbesuch weiterempfehlen!

Zu unserem aktuellen Trainingsangebot

Tipps unserer Trainer:

  • Sie sind für ein virtuelles Training angemeldet, kennen die Software bisher aber nicht? Kein Problem! Wir organisieren Test-WebEx-Webinare, in denen Sie sich mit dem Tool vertraut machen können.
  • Bei technischen Problemen kann es helfen, zum einen die App herunter zu laden und mit dieser zu arbeiten, oder auch das Video bzw. die Kamera auszuschalten.
  • Stellen Sie ihr Mikrofon auf „mute“, wenn Sie nicht sprechen, um Rückkoppelungen zu vermeiden. Wenn Sie keine Erfahrung im Umgang mit WebEx oder ähnlichen Tools haben, nehmen Sie an einem qualityaustria Test-WebEx-Webinar teil.
  • Suchen Sie sich einen ruhigen Raum mit möglichst wenigen Störfaktoren.

 

Trainersicht

Dr. Werner Schachner, qualityaustria Netzwerkpartner, Produktexperte Business Excellence / Unternehmensqualität (EFQM), Auditor, Assessor, Trainer:

Es war noch besser als erhofft. Ich war grundsätzlich der Meinung, dass es gut gehen wird, aber die Erwartungen sind übertroffen worden. Mit der Technik hat auch alles einwandfrei funktioniert. Die Teilnehmer, die ich hatte, waren auch derart aktiv und diskussionsfreudig, dass mich das mehr als positiv überrascht hat. Wir haben Gruppenarbeiten gemacht, bei denen ich die Moderatorenrolle einem Teilnehmer überlassen habe. Ich war zwar dabei auf stumm geschalten, aber natürlich bei Bedarf oder Fragen verfügbar. Einer der Teilnehmer hat mit dem Programm OneNote dokumentiert und dieses dann exportiert und mir geschickt. Wir haben uns die Arbeiten im OneNote dann gemeinsam angeschaut und bearbeitet. Parallel dazu gab es auch sehr viel Diskussion durch den Chat. Die Fragen der Teilnehmer haben wir immer diskutiert.“

Oliver Russegger,  qualityaustria Netzwerkpartner, Auditor, Trainer:

Die Teilnehmer fanden die rasche Umstellung der qualityaustria Trainings auf online super und sie waren sehr positiv überrascht von der gesamten Organisation und Abwicklung. Positiv angemerkt wurde auch, dass die Termine eingehalten wurden und die Teilnehmer so keine Zeit verloren haben. Viele Teilnehmer sehen die Krise als Chance und wollen gestärkt daraus hervor gehen, indem sie die Zeit jetzt effizient nutzen. Sie können ihre persönlichen Qualifikationen ausbauen und schärfen, um sich nach der Krise am Markt mit neuer Stärke durchzusetzen. Für Firmen entfallen Reise- und Übernachtungskosten, was ebenfalls ein Pluspunkt ist. Die Teilnehmer waren äußerst diszipliniert - niemand hat durcheinander oder dazwischen geredet. Bei Fragen wurde einfach kurz unterbrochen und dann ging es weiter. Aufgrund der kleinen Gruppengröße fühlte es sich für die Teilnehmer laut Rückmeldung fast schon wie ein Privatunterricht an.“

Sind Sie neugierig geworden?

Das sind unsere virtuellen Trainingsangebote im April:

  • Lehrgang Integriertes Managementsystem – Methoden und Werkzeuge (IMSA)
    14.-16.04.2020
  • Seminar: Die neue ISO 45001 (SREV)
    20.04.2020
  • Refreshing für Qualitätsmanager und -auditoren (RQA)
    21.-23.04.2020
  • Seminar: Verpackungen für Lebensmittelindustrie: rechtliche Anforderungen und Konformitätsarbeit (LVA)
    23.04.2020
  • Seminar: QM-Werkstatt Quality Data Sciene (QM-DS)
    23.04.2020
  • Refreshing für Qualitätsmanager und -auditoren im Bereich Automotive (RQA-A)
    27.-28.04.2020
  • Veranstaltung aus aktuellem Anlass: IFS Food Version 7 DRAFT- was gibt es Neues? (L-IFS)
    27.04.2020

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