Lebensmittelsicherheit

BRC Packaging – Globaler Standard für Verpackung und Verpackungsmaterialien

Motivation und Nutzen

Der Globale Standard für Verpackung und Verpackungsmaterialien stellt die Kontrolle von Hygiene und Produktsicherheit für Verpackungshersteller in den Vordergrund und wurde 2001 vom BRC (British Retail Consortium) gemeinsam mit dem britischen Institut of Packaging (IoP) herausgegeben.

Der Standard dient heute Verpackungsherstellern international als Rahmen für die Herstellung sicherer Verpackungen und den Erhalt der Produktqualität. Die Zertifizierung nach dem Standard wird von vielen Markeninhabern, Einzelhändlern, Lebensmitteldienstleistungsunternehmen und Herstellern weltweit bei der Beurteilung ihrer Lieferanten anerkannt.

Der Standard legt die Sicherheits-, Qualitäts- und Betriebskriterien für Verpackungshersteller fest, um die Verpflichtungen hinsichtlich der Einhaltung von Gesetzen und des Verbraucherschutzes zu erfüllen. Das Format des Standards ist so ausgelegt, dass Räumlichkeiten, Betriebssysteme und Verfahren von Unternehmen durch fachkundige Dritte (die Zertifizierungsstelle) anhand der Vorgaben des Standards bewertet werden können.

Ziele

Aus der Einführung des Standards ergeben sich eine Reihe von Vorteilen:

  • International anerkannt und entspricht dem GFSI-Maßstab
  • bietet einen einzelnen Standard und ein Verfahren zur Durchführung eines akkreditierten Audits durch externe Zertifizierungsstellen, um eine glaubwürdige, unabhängige Beurteilung des Produktsicherheits- und Qualitätssystems eines Unternehmens zu ermöglichen
  • Listung in öffentlicher BRC Global Standards Datenbank
  • Verwendung des Logos zu Marketingzwecken
  • umfassend anwendbar (Qualität, Gesetzmäßigkeit und Produktsicherheit)
  • greift gesetzliche Anforderungen an Verpackungshersteller und -lieferanten, Verpackungs- und Abfüllunternehmen sowie Einzelhändler auf
  • ermöglicht Unternehmen sicherzustellen, dass deren Lieferanten gute Produktsicherheitspraktiken anwenden und rechtliche Anforderungen erfüllen
  • fördert ständige Verbesserung, Abfallreduzierung und Leistungsfähigkeit
  • bietet eine Reihe von Auditvarianten, einschließlich angekündigter und unangekündigter Auditprogramme
  • bietet eine Fülle an Schulungen, Weiterbildungen und technischem Support
Zielgruppe

Der Standard legt die Anforderungen an die Herstellung von Verpackungen und Verpackungsmaterialien für Lebensmittel sowie non-food Anwendungen fest.

Der Standard ist auch anwendbar für vorausgehende Prozesse (z.B. Druckereien) und Betriebe, die Verpackungsmaterial ab Lager liefern oder Konsumgüter für den einmaligen Gebrauch herstellen (z.B. Einwegtrinkbecher, Aluminiumfolie). Außerdem anwendbar für die die Herstellung und Lieferung anderer Materialien, die nicht oder teilweise umgesetzt, verwendet oder mitverarbeitet werden (z.B. Beschichtungen und Kleber), wenn dies auf einer Risikoanalyse basiert und alle Beteiligten sich auf die Anwendung geeinigt haben.

Der Standard ist nicht vorgesehen für Verpackungen/Materialien, die nicht am auditierten Standort ver- oder bearbeitet werden, sowie auch nicht für Tätigkeiten im Zusammenhang mit Großhandel, Import, Vertrieb oder Lagerung, die außerhalb der unmittelbaren Kontrolle des Unternehmens stehen.

Kriterien

Die Anforderungen der Version 5 sind aus denen der vorherigen Versionen hervorgegangen. Weiter bestehen bleibt die Betonung der Verpflichtung der Unternehmensleitung, des risikobasierten Systems und des unterstützenden Qualitätsmanagementsystems. Die Zielsetzung liegt darin, den Schwerpunkt des Audits auf die Einführung und Durchsetzung guter Herstellungspraxis in den Produktionsbereichen auszurichten. Dabei sollen jedoch die Vielfalt und Bandbreite der Verpackungsindustrie sowie die zur Auditierung benötigten Fertigkeiten in Betracht gezogen werden.

Es gibt drei Kategorien von Abweichungen: Kritisch (Critical), Bedeutend (Major) und Geringfügig (Minor). Ziel des Audits ist es, ein wahres Bild des Grades der Konformität des Betriebsortes zu liefern. Spezifisch für den Globalen Standard ist, dass das Unternehmen einen Maßnahmenplan erhält. Etwaige Abweichungen sind innerhalb von 28 Tagen zu beseitigen. Bei gutem Auditergebnis erfolgt das nächste Audit in zwölf Monaten. Ab einer definierten Zahl von Abweichungen erfolgt das Audit im Halbjahresrhythmus oder die Ausstellung eines Zertifikates wird verweigert. Grundsätzlich werden Organisationen auf die Umsetzung von Anforderungen ähnlich der ISO 9000, Gefahren- und Risikomanagement, technisches Managementsystem, Werksumgebung, Fremdkörperkontrolle und Personalhygiene überprüft.

Akkreditierung od. Zulassung

Quality Austria - Trainings, Zertifizierungs und Begutachtungs GmbH ist beim BMDW seit Februar 2006 nach der ÖNORM EN ISO/TS 17065 für Zertifizierungen auf der Grundlage des BRC/IoP akkreditiert und damit als österreichische Zertifizierungsstelle durch das British Retail Consortium (BRC) zugelassen.

Andere relevante Normen

ISO 9001, ISO 22000, FSSC 22000, BRC – Global Markets Programme, IFS PACsecure, EN 15593, EN ISO 15378, FEFCO GMP

Angebotsanfrage

Wir freuen uns, dass Sie sich für unsere Dienstleistungen interessieren. Gerne senden wir Ihnen ein kostenfreies und unverbindliches Angebot. Hierfür benötigen wir bitte folgende Angaben:

Kontaktdaten

Hinweis: Bitte füllen Sie alle mit einem Stern (*) gekennzeichneten Felder aus.

Haben Sie konkrete Fragen?

Bis zu

-50%

sparen!

Jetzt sparen!

Das qualityaustria Bonussystem umfasst die Dienstleistungen der System- und Produktzertifizierung sowie Training und Personenzertifizierung und wird jährlich aktualisiert.

Unsere Experten für diesen Bereich

Unabhängig. Kompetent. Zuverlässig.

Team

Herr Mag. Stefan Hainzl

Business Development Lebensmittel

Team

Herr DI Wolfgang Leger-Hillebrand

Prokurist Branchenmanagement Lebensmittelsicherheit

Netzwerkpartner

Frau Mag. Elisabeth Voltmer

Netzwerkpartnerin, Produktexpertin Trainings Lebensmittelsicherheit

+43 732 34 23 22